KONSUMENT.AT - Skibrillen mit Wechselscheiben - Testkriterien

Skibrillen mit Wechselscheiben

Für alle Fälle gerüstet

Seite 5 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 1/2013 veröffentlicht: 27.12.2012

Inhalt

Testkriterien

Gemeinsam mit der Stiftung Warentest wurden 13 Skibrillen getestet, die mit einem System zum schnellen und einfachen Scheibentausch ausgestattet sind. Die Skibrillen mussten helmtauglich sein sowie über Scheiben für Schlecht- und Schönwetter verfügen.

Sicherheit und Haltbarkeit

Ermittlung der Lichtdurchlässigkeit im UV- und im sichtbaren Bereich mittels Spektralphotometer in Prozent im Bereich zwischen 380 bis 780 nm. Schlagtest: Prüfung nach zweistündiger Lagerung bei –10 °C. Montage auf einem Prüfkopf, Aufschlag eines Fallpendels mit 1,2 kN. Mechanische Beständigkeit der Scheibenoberfläche: Bewegen eines Bleistiftes der Härte H4 über die Scheibe mit steigenden Gewichten (bis 240 g). Belastungstest (Sitztest): Die Testperson (ca. 70 kg) setzte sich 5 Mal in unterschiedlichen Positionen auf die Brille. Dehnbarkeit des Tagebandes: Das Band wurde bei maximaler Weite mit einer Zugkraftbelastung von 30 N gedehnt. Elastizitätsverlust des Bandes: Das Trageband wurde für 7 Tage in vollständig gedehntem Zustand mit einem Gewicht von 7 kg belastet. Nach einer Woche wurde ermittelt, inwieweit die Bandlänge vom Ursprungszustand abwich.

Handhabung

Verstellbarkeit des Tragebandes: Lässt sich das Trageband bei aufgesetzter Brille leicht verstellen, hält die Einstellung? Aufbewahrung der Scheibe in der Jackentasche: ist sie sperrig, behindert sie beim Fahren? Scheibentausch: Die Testpersonen beurteilten, wie leicht die Scheiben getauscht werden können – sowohl mit angezogenen Handschuhen als auch mit bloßen Händen. Bedienungsanleitung: Beurteilung von Schriftgröße, Pflege- und Reinigungshinweisen, Anleitung in deutscher Sprache, Inhaltsverzeichnis und Gliederung,

Scheibentausch sowie Anwendungsbereich

Seh- und Trageeigenschaften. Beim Tragekomfort beurteilten die Testpersonen subjektives Empfinden der Schaumstoffauflage und Sitz der Brille (Druckstellen). Störungen im Gesichtsfeld: Überprüfung, ob es störende Elemente im Sichtfeld gibt (z.B. Schaumstoffauflage oder Schriftzug), ob die Brille rundherum gut abschließt bzw. ob es zu störenden Spiegelungen kommt. Helmtauglichkeit: An drei Skihelmen mit unterschiedlichen Befestigungssystemen wurde getestet, wie leicht sich die Skibrillen am Helm befestigen lassen und ob zwischen Brille und Helm ein störender Spalt bestehen bleibt. Sichtempfinden: Überprüfung der Antifog-Beschichtung (bei allen Modellen ok); Beurteilung der Konturenerkennung (Schlechtwetterscheibe), sowie Konturenerkennung im Schatten, Farbwiedergabe, und Abdunkelung der Sonne bei der Schönwetterscheibe; weiters Prüfung, wie gut Handy- oder Kameradisplays ablesbar sind, Verzerrsfreiheit bzw. der Sichtwinkel. Letztlich wurde überprüft, ob ein störender Fahrtwind feststellbar ist.

Schadstoffe

Mittels Beilstein-Methode wurde überprüft, ob die Kunststoffteile der Verpackung sowie der Skibrillenrahmen aus PVC gefertigt wurden. Schadstoffe im Schaumstoff/Fleece (PAK, Weichmacher/Phthalate, Flammschutzmittel, Phenol): Schaumstoff oder Fleece wurden vom Brillenrahmen abgelöst, in einem Lösungsmittel extrahiert und mittels GC-MS analysiert.

 

Abwertungen

Die Schadstoffe im Schaumstoff/Fleece konnten nicht besser sein als die Einzelergebnisse für PAK, Weichmacher (Phthalate), Flammschutzmittel und Phenol. Das Gruppenurteil Schadstoffe konnte nicht besser sein als die Note Schadstoffe im Schaumstoff/Fleece.
Die Sicherheit und Haltbarkeit konnte nur um eine Note besser sein als die Note im Belastungstest.
Das Testurteil konnte nicht besser sein als das Gruppenurteil Handhabung.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
13 Stimmen
Weiterlesen