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Spielkonsolen

Sport, Spaß, Spannung

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Konsument 12/2000 veröffentlicht: 01.12.2000

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Zubehör ist nötig

Als spezielle Form der Memory Card hat Sega sich die visual memory unit einfallen lassen. Diese Anzeige ähnelt in Größe und Aussehen einem Handydisplay und zeigt den Spielstand an. Sie kann aber noch mehr. Denn sie lässt sich aus der Steuereinheit herausnehmen und steht dann unterwegs für Mini-Spiele zur Verfügung. Hier hat sich Sega offenbar von Nintendo’s Gameboy inspirieren lassen. Und man kann darauf einen Charakter (eine bestimmte Figur im Spiel) oder Zwischenergebnisse abspeichern, um anderswo damit weiterzuspielen.

Um die Konsole an das TV-Gerät anzuschließen, benötigt man ein Kabel. Sega bietet serienmäßig nur ein Antennenkabel, die Konkurrenz die besseren Audio-Video-Kabel. So etwas kann man bei Sega nur zusätzlich kaufen, und zwar als RGB-Kabel. Dieses ist zwar brillant, nur funktioniert es mit älteren Fernsehgeräten nicht. Da muss man sich mit dem Antennenkabel begnügen und auf die supertolle Grafik leider verzichten.

Überall sehr ähnlich sind die Steuergeräte (Controller), mit denen man schießt oder auch nur die Figuren über den Bildschirm lotst. Alle verfügen über Joystick und Steuerkreuz, mit dem man in exakte Richtungen zielen kann. Die Joysticks funktionieren analog. So werden Richtung und Druck der flinken Finger exakt weitergegeben. Dazu gibt es eine Vielzahl von Knöpfen (meist zum Schießen, aber auch für andere Funktionen, zum Beispiel Springen) an verschiedenen Stellen. Ein witziges Feature ist das Vibrieren der Steuereinheit, wenn man etwa beim Autorennen einen Ausritt in die Botanik unternimmt oder im Weltraum einen Planeten streift. Bei der PlayStation ist es (Dual Shock genannt) schon eingebaut, bei den anderen kann man es als Rumble Pack zusätzlich kaufen. Überhaupt gibt es eine Menge Zubehör, das den Spielspaß steigert (siehe Kasten „Das Zubehör“).Womit wir endlich zum Kern der Sache kommen, der Software. Auch da unterscheiden sich die drei Anbieter (siehe auch Kasten: „Die Spiele“). Nintendo 64 ist die Welt des Superinstallateurs Mario und Heimat der Pokémons. Dem Muster „Jump and Run“ (also springen und rennen, eventuell noch ein bisschen ballern) folgen die meisten Spiele für Nintendo 64. Da die Maschine sehr schnell ist, ist sie dafür prädestiniert. Davon fühlen sich vor allem Jüngere (8 bis 14 Jahre) angesprochen. In dieser Altersgruppe grassiert auch das Pokémon-Fieber. Eines der wenigen Nintendo-Spiele, für das sich auch Größere erwärmen dürften, ist Star Wars.