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Spielkonsolen

Sport, Spaß, Spannung

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Konsument 12/2000 veröffentlicht: 01.12.2000

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Für Alt und Jung

Im Gegensatz dazu zielt Dreamcast auf den verwöhnten (tolle Grafik!) und reiferen Spiele-Freak. Zwar hat auch Sega mit dem freundlichen Igel Sonic Hedgehog ein Maskottchen für die Jüngsten, doch der Großteil des Dreamcast-Angebots wendet sich an ältere Jugendliche und Erwachsene. Kampfspiele wie Soul Calibur oder das Horrorabenteuer Resident Evil Code: Veronica sind für Kinder absolut ungeeignet. Das steht auch auf der Packung. Eltern müssen also kontrollieren, was sich der Nachwuchs so auf den Schirm holt und dürfen nicht dem Missverständnis erliegen, dass alles, was auf Spielkonsolen läuft, grundsätzlich für Kinder passt. Allerdings: Kinder können sehr wohl zwischen Spiel und Realität unterscheiden. Wenn sich die Kunstfigur Mario (selbstverständlich im Dienst einer guten Sache) prügelt, sollten Eltern noch nicht rot sehen. Anders, wenn es gilt, Böslinge auszurotten, die alsbald realistisch (und blutig) verrecken. Doch sogar das trainiert immerhin das Reaktionsvermögen, natürlich nur bei Älteren. Außerdem ist bei den meisten Abenteuern nicht nur rohe Gewalt, sondern Grips gefragt. Wildes Um-sich-Schießen bringt den Spieler nicht weiter – ganz wie im richtigen Leben halt. Zurück zur Dreamcast: Sie ist zwar die teuerste Spielkonsole, dafür wird aber ein kultiges Denkspiel mitgeliefert.

Die größte Anzahl und Vielfalt an Spielen bietet eindeutig Sonys PlayStation. Ob Groß oder Klein, Abenteurer oder Denksportler, jeder findet hier etwas. Das Musikspiel Vib Ribbon verdient gar das Prädikat „künstlerisch“. Ein stilisiertes Haserl spaziert zum Klang von (frei wählbarer) Musik über Hindernisse, und zwar in Strichmännchen-Design weiß auf schwarz. Womit wir fast wieder zum Uralt-Videospiel zurückgekehrt sind...

Die Vielfalt kommt unter anderem davon, dass viele unabhängige Spiele-Designer auch der PlayStation zuliefern. So auch der österreichische Hersteller JoWood, der eigentlich in der PC-Welt daheim ist und sich mit aufwendigen Simulationen einen Namen gemacht hat.

Fazit

Gleichziehen mit dem PC scheint die heimliche Sehnsucht der Spielkonsolen-Hersteller zu sein. Sega setzt auf das Internet. Mit einem speziellen Modem kann der Dreamcast-Spieler seine Spielpartner im WWW besuchen. In Deutschland wurde dafür heftig geworben. Doch uns ist kein heimischer Provider bekannt, der dieses System unterstützen würde. Europa wartet noch immer auf die versprochene Universallösung. Für die PlayStation one und die PS 2 von Sony soll Anfang nächsten Jahres ein Internet-Modem kommen. Auch Microsoft und Nintendo wollen bald Geräte auf den Markt bringen, die neben Spielen auch Surfen und Spielen via Netz ermöglichen.