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Sprachferien

Ausgesperrt, unbetreut, überfallen

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Konsument 2/2002 veröffentlicht: 01.02.2002

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Überfallen. Vollends alarmiert war Frau Egger, als Lukas ihr wieder telefonisch sein Leid klagte: Als die Gruppe in London beim „Shopping“ war, hatten ihn vier Burschen umringt und ihm das Geld abgenommen. Voller Panik versuchte die Mutter, einen Betreuer in England zu erreichen. Leider vergeblich.

„Aufsichtspflicht nicht verletzt.“
Nach Lukas’ Rückkehr holte Frau Egger unseren Rat ein. Auch wir hielten die Vorfälle für aufklärungsbedürftig und konfrontierten EF mit den Vorwürfen. Es sei richtig, meinte man dort, dass die Schüler keine Haustorschlüssel erhielten. Diese Schlüssel würden oft verschwinden, die Gasteltern hätten das Nachsehen. Vom Überfall in London habe man erst auf Umwegen erfahren, weil Lukas seinen Betreuern nichts erzählt hatte. Von Verletzung der Aufsichtspflicht könne keine Rede sein. Die Kinder seien ja nur eine Stunde lang in einer Einkaufsstraße unterwegs gewesen. Und Lukas habe die Reise auf dem Fragebogen am Abschluss „gut“ beurteilt. Immerhin entschuldigte sich EF und überwies an Familie Egger 4500 Schilling (327 Euro) für die Unannehmlichkeiten. Noch besser wäre es gewesen, wenn der Reiseveranstalter sofort auf die Beschwerden reagiert und Lukas bei einer anderen Gastfamilie untergebracht hätte.

Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert.

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