Trekkingräder

Am Limit

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Konsument 6/2000 veröffentlicht: 01.06.2000

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Die Grenzen der Belastbarkeit 

Bei den sicherheitsrelevanten Bauteilen – Lenker, Lenkervorbau und Sattelstütze – ist die Verwendung von Aluminium problematisch. Trotz der unbestreitbaren technologischen Fortschritte ist der Werkstoff Aluminium nicht so robust wie Stahl. Er ermüdet rascher, was sich vor allem bei sportlichem Einsatz auswirkt. Daher sollten Lenker, Vorbau und Sattelstütze aus Alu zumindest alle 10.000 Kilometer gewechselt werden. Das zeigte sich auch im Test: Die Bauteile vieler Testräder haben die 12.000 Kilometer Dauerprüfung gerade noch überstanden.

Test unter Praxisbedingungen

Zugegeben ist unser Bruchsicherheitstest um einiges härter, als es die Deutsche Industrienorm (DIN) vorsieht. Im Gegensatz zur DIN-Vorgabe haben wir so genannte Betriebslasten-Nachfahrversuche vorgesehen. Und das heißt: Auf dem Prüfstand wird nicht eine definierte Anzahl von gleichförmigen Stößen auf das Rad abgegeben, sondern es wirken die tatsächlichen Kräfte ein, wie sie der Praxis entsprechen: eine ungleichmäßige Abfolge von Rütteln, Schütteln, Stoßen und Drücken, einmal links, einmal rechts. Zu diesem Zweck wurde ein Testrad mit Aufnehmern versehen, die alle Belastungen (Schotterstraßen, Kopfsteinpflaster, bergauf und bergab) des 6,7 Kilometer langen Rundkurses exakt aufzeichneten. Über ein Computerprogramm wurden alle diese Werte auf den Prüfstand übertragen. Die Testmodelle wurden also auch im Labor unter den Bedingungen des Praxistests geprüft.

 

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo