Trekkingräder

Am Limit

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Konsument 6/2000 veröffentlicht: 01.06.2000

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Voll bis nicht gefedert

Was die Federung betrifft, so sind drei Gruppen zu unterscheiden: Acht Modelle haben eine gefederte Gabel, sieben eine gefederte Sattelstütze, das Hercules Bionic ist als Einziges voll gefedert. Die besten Werte gab es für die beiden Hercules-Räder und die Cross-Modelle von Simplon und Scott. Am unangenehmsten wurde das ungefederte Puchrad empfunden. Doch eine Federgabel ist noch kein Garant für hohen Fahrkomfort. So konnten auch die ungefederten Modelle von Fahrrad Manufaktur und Kettler durchaus mithalten.

Viel gefedert, wenig gedämpft

Auch ganz ohne Federung werden nämlich Stöße aufgefangen und gedämpft; das ist von der Rahmenfestigkeit, von der Gabel und natürlich auch von den Reifen abhängig. Für Radtouren in mäßig steilem Gelände ist das mit Sicherheit ausreichend. Gefederte Räder haben auch Nachteile: Ihr Gewicht steht dem Trend zur Leichtigkeit entgegen. Was bringt der Alurahmen, wenn das Rad dann doch über 17 Kilo wiegt? Die meisten Federgabeln federn zwar ganz gut, aber die Dämpfung lässt sehr zu wünschen übrig. Wirklich gute Federgabeln kosten eben immer noch fast so viel wie ein komplettes Fahrrad. Gefederte Sattelstützen sind zwar eine sehr preiswerte Alternative, haben aber überhaupt keine Dämpfung. Im Test konnte kein Federungssystem restlos überzeugen. Auch nicht das vollgefederte Hercules Bionic: Das System scheint nicht ausgereift. Der größte Mangel: Beim Bergauffahren wird die Muskelkraft von der Federung „geschluckt“.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo