Wanderstöcke

Auf allen Vieren

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Konsument 3/2004 veröffentlicht: 18.02.2004

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  • Entlastung: Das Gewicht des Körpers (und des mitgeführten Gepäcks) wird auf vier anstatt zwei Punkte verteilt. Der Bewegungsapparat (Gelenke, Wirbelsäule) wird entsprechend entlastet. Vor allem die Gelenkknorpel und die Meniskusscheibe des Kniegelenks haben bei langen Märschen enorme Belastungen zu tragen, was häufig zu Verschleißerscheinungen führt. Beim Bergabgehen bekommt die Wirbelsäule unzählige Schläge verpasst. Mit Stöcken lassen sich diese Belastungen um 30 bis 35 Prozent verringern.
  • Mehr Kraft:  Besonders beim Bergaufgehen kann man dank „Allradantrieb“ mehr Kraft einsetzen, man kommt schneller voran und bleibt länger leistungsfähig. Die Beinmuskeln werden entlastet, gleichzeitig können auch Arm- und Oberkörpermuskulatur trainiert werden. Beim Gehen mit Stöcken werden bis zu 90 Prozent der gesamten Muskulatur aktiviert. Es werden also mehr Muskeln und diese gleichmäßiger beansprucht, dadurch kommt auch ein höherer Kalorienverbrauch zu Stande.
  • Mehr Sicherheit: Dank Stöcken kann man das Gleichgewicht besser halten, was sich vor allem auf schwierigeren Wegabschnitten bemerkbar macht: bei vereistem oder matschigem Untergrund, auf steilen und holprigen Bergabstrecken; Felsstufen kann man mit Doppelstockeinsatz leicht und schnell überwinden.

Teleskopstöcke nötig

Zum Wandern sind – anders als beim alpinen Schilauf, beim Langlaufen oder Nordic Walking – Teleskopstöcke erforderlich. Sie bestehen (meist) aus drei gleich langen Teilen, die sich beliebig auseinander- oder zusammenschieben lassen. Je nach Geländeneigung kann man ihre Länge optimal einstellen; verwendet man sie nicht, lassen sie sich am Rucksack befestigen. Auch für Schitouren sind Wanderstöcke übrigens besser geeignet als Schistöcke.

Rechts, links, rechts, links

Das Gehen mit Stöcken muss man nicht extra lernen, man geht nicht anders als ohne Stöcke. Dennoch sollten sich Anfänger ihre Gehbewegungen bewusst machen, um Fehler zu vermeiden. In der Regel erfolgt der Bewegungsablauf wie beim normalen Gehen diagonal, das heißt, wenn das linke Bein nach vorne geführt wird, beginnt der Stockeinsatz mit dem rechten Arm und umgekehrt. Aufgesetzt wird der Stock etwa in gleicher Höhe des gegenüber aufsetzenden Fußes (oder leicht davor). Ausnahmen vom diagonalen Einsatz gibt es in besonders steilem Gelände, vor allem beim Bergabgehen kann man mit dem gleichzeitigen Einsatz beider Stöcke (Doppelstockeinsatz) die Sicherheit erhöhen und Belastungen auf Wirbelsäule und Knie verringern.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo