Wasserrutschen

Guten Rutsch

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KONSUMENT 6/2011 veröffentlicht: 25.05.2011

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Nichts für schwache Nerven

Nicht jeder hat die physischen und psy­chischen Voraussetzungen, um durch eine enge Röhre zu flitzen. In sogenannten "black holes" etwa kann man leicht die Orientierung verlieren und dadurch in Panik geraten. Wasser-, Ton- und Lichteffekte bergen ein ­zusätzliches Verstörungspotenzial. Klaustrophobisch Veranlagte sollten Röhrenrutschen generell meiden, weil sich schnell das Gefühl des Eingesperrtseins einstellt. Entsprechende Warnungen fehlen allerdings mancherorts noch, sind nicht eindeutig verständlich oder werden von den Benutzern schlicht ignoriert.

Tempokicks bis 60 km/h

Loopings – vertikale Schleifen mit Kopfübereffekt – sorgen mit Geschwindigkeiten um die 60 Stundenkilometer für einen gewaltigen Tempokick, der für viele ungewohnt ist. "Wenn aber im Looping ein Rutschvorgang misslingt, dann bleibt man in der Schleife hängen und muss warten, bis sich die Ausstiegsklappe öffnet", gibt Terp zu bedenken.

Freier Fall

Weiteren Nervenkitzel sollen Raketenstarts garantieren. Hier kommen selbst die Mutigs­ten auf ihre Kosten: Glasfenster zeigen den meist atemberaubenden Blick in die Tiefe, ein Countdown ist zu hören, und nach dem Öffnen der Fallklappe geht’s im freien Fall abwärts. Trichterwasserrutschen wiederum bieten den freien Fall als besonderen Gag am Ende der Rutschpartie: Man stürzt mit Erdbeschleunigung ins Auffangbecken.

Alles in allem sind Wasserrutschen mit Spe­zialeffekten nur für Personen geeignet, die körperlich und mental fit sind. "Ein wichtiger Grundsatz ist, sich niemals zum Rutschen überreden zu lassen, wenn man sich nicht wirklich dazu in der Lage fühlt", sagt TÜV- Austria-Experte Terp.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo