KONSUMENT.AT - Wetterjacken mit Innenjacke - Jackenhersteller im Ethik-Test

Wetterjacken mit Innenjacke

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Konsument 2/2005 veröffentlicht: 13.01.2005

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Jackenhersteller im Ethik-Test

Wenig ambitioniert

In der Bekleidungsbranche steht es mit sozialer Verantwortung nicht zum Besten. Die meisten Markenfirmen haben ihre Produktion in Länder ausgelagert, wo die sozialen und ökologischen Standards beschämend niedrig sind (China, Indonesien, Rumänien…). Gespannt durfte man daher die Untersuchung der deutschen Stiftung Warentest erwarten, die fast alle namhaften Hersteller von Sportbekleidung umfasste. Nur die österreichische Firma Löffler, die zum Teil noch im Inland produziert, war nicht dabei.

Wolfskin und Lowe schweigen

Das Ergebnis: Immerhin drei Unternehmen zeigen eine deutliche Initiative zu mehr Verantwortung (mit dem nicht im Produkttest vertretenen Anbieter Berghaus sind es vier). Beim Großteil der Firmen sind bestenfalls Ansätze zu bemerken. Zwei renommierte Unternehmen, nämlich Jack Wolfskin und Lowe Alpine, zogen es vor zu schweigen.

Kaum unabhängige Kontrolle

Erfreulich ist, dass die meisten Unternehmen ihren Zulieferern Auflagen erteilen, gewisse Mindeststandards einzuhalten, und dies auch kontrollieren. Meist durch unternehmensabhängige Auditoren, aber zumindest Patagonia lässt eine unabhängige Kontrolle zu.

Umwelt: schwach

Weniger ambitioniert sind die Auflagen im Umweltbereich. Nur wenige bemühen sich, Umweltbelastungen durch die Produktion zu minimieren. Mindeststandards beziehen sich meist nur auf das Produkt. In der Regel verlangen die Markenfirmen von ihren Zulieferern, die Anforderungen des Öko-Tex-Standards 100 zu erfüllen (Schadstoffminimierung). Dass bei keinem der getesteten Jacken Azofarbstoffe nachgewiesen wurden, ist noch kein Grund zum Jubel, denn dies wäre ein glatter Gesetzesbruch.

Etwas mehr hätte man sich auch im Bereich Transparenz  erwartet. Bewertet wurde dabei, ob es öffentlich zugängliche Berichte zum Thema Ethik gibt, ob der Fragebogen ausgefüllt und eine Überprüfung am Firmensitz zugelassen wurde und wie Kundenanfragen beantwortet werden. Nur Fjällräven kam hier auf ein akzepables Ergebnis.

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