Yoga

Loslassen in Harmonie

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Konsument 10/2005 veröffentlicht: 14.09.2005

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Vorsicht ist geboten

Der Bereich, für den Yoga eingesetzt werden darf, begrenzt sich durch die Qualifikation des Trainers. Übungsprogramme mit einer definierten medizinischen Zielsetzung dürfen nur Ärzte zusammenstellen, die dann auch den Erfolg der Behandlung kontrollieren. Kurse in der Volkshochschule oder in einem Yoga-Institut werden üblicherweise von Personen geleitet, die nicht Ärzte sind. Wenn sie anbieten, Übungen zu zeigen, die zum Beispiel „den Blutdruck senken“, überschreiten sie ihre Kompetenzen. Die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit sollten respektiert werden. Niemand sollte sich zu Yoga-Haltungen zwingen, die ihm wehtun. Bevor sich jemand an extreme Körperhaltungen wagt, sollte ein Arzt den Zustand des Bewegungsapparats beurteilen.

Eine ärztliche Untersuchung ist ebenfalls ratsam, bevor man sich Übungen zuwendet, bei denen die Atmung immer mehr verlangsamt wird.

Vorsicht bei hohem Blutdruck und psychischen Krankheiten

Menschen mit erhöhtem Blutdruck sollten keine Haltungen einnehmen, die den Blutdruck weiter steigen lassen, zum Beispiel solche, bei denen der Kopf tiefer liegt als der übrige Körper. Bei Menschen mit einer psychischen Krankheit, wie zum Beispiel Depression oder Schizophrenie, können die Versenkungs- und Konzentrationsübungen im Yoga das psychische Gleichgewicht gefährden. Sie sollten Yoga nur praktizieren, wenn der behandelnde Arzt zugestimmt hat.

Wenn Yoga mit dem Ziel eingesetzt wird, den Blutdruck zu senken, kann es für Menschen, die ihren erhöhten Blutdruck bereits medikamentös behandeln, notwendig werden, die Arzneimitteldosis anzupassen. Auch das sollte in Absprache mit dem Arzt geschehen.

Im Extremfall Gehirnschlag

Yoga-Übende, die die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit überschreiten, können Muskeln, Sehnen und Bänder übermäßig beanspruchen. Dann kann es zu Überdehnungen, Zerrungen und Schmerzen kommen. Bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck besteht vor allem bei den Über-Kopf-Haltungen das Risiko, dass ihr Blutdruck gefährlich ansteigt. Schlimmstenfalls kann das zu einem Gehirnschlag führen.

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