KONSUMENT.AT - Allgemeines zu Spareinlagen - Handhabung, Anteil am Portfolio

Allgemeines zu Spareinlagen

Geldanlage in der Krise

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veröffentlicht: 19.01.2015, aktualisiert: 07.07.2017

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Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit

Sparprodukte sind einfach aufgebaut und leicht nachvollziehbar. Das Schwierigste bei Sparbüchern ist wohl, die Losungswörter im Gedächtnis zu bewahren, sie bei mehreren Büchern (so vorhanden) nicht durcheinanderzubringen und die Bindefristen im Auge zu behalten. Nach Ablauf der Bindungsfrist fällt der Zinssatz von Kapitalsparbüchern meist auf ein sehr niedriges Niveau (für täglich fällige Einlagen).

Um eine automatische Verlängerung oder lange Niedrigstverzinsung zu vermeiden, sollte der Betrag kurz nach Ablauf neu veranlagt oder der Zins neu verhandelt werden. Bei täglich fälligen bzw. variabel verzinsten Sparvarianten sollte in Zeiten steigender Zinsen öfter kontrolliert werden, ob die Bank Zinsänderungen auch am Sparbuch durchgeführt hat.

Mindestveranlagung

Bei täglich fälligen Spareinlagen ist (außer bei Aktionsangeboten) meist kein bestimmter Mindestbetrag vorgesehen. Ansparpläne oder Prämiensparen sind erst ab bestimmten Summen möglich, oft ist man aber schon ab 10 Euro monatlich dabei; und wenn man das lange genug macht, läppert sich dank des Zinseszinses auch einiges zusammen.

Bei fix verzinsten Kapitalsparbüchern ist oft eine bestimmte Mindestsumme (z.B. „ab 1.000 Euro“) vorgegeben. Da sie oft (aber nicht immer) ertragreicher sind als variabel verzinste Sparprodukte, kann es sich lohnen, etwa über ein Prämiensparbuch oder einen Ansparplan einen größeren Einmalbetrag anzusammeln und – sobald die Mindestsumme erzielt ist – auf ein besser verzinstes Kapitalsparbuch umzuschichten.

Anteil am Portfolio

Um im Bedarfsfall rasch Bargeld zur Hand zu haben, sollte ein gewisser Mindeststock an Reserven auf täglich fälligen Sparprodukten geparkt sein. Häufig wird hier ein Betrag in Höhe von drei Monatsgehältern empfohlen. Falls aber bereits absehbar ist, dass in den nächsten Monaten größere Ausgaben anfallen werden, z.B. weil man umzieht, weil eine Zahnsanierung ansteht oder die Kinderzimmer neu eingerichtet werden müssen, so kann der täglich fällige oder nur kurzfristig gebundene Anteil auch höher ausfallen. Das gilt ebenso für Anleger in höherem Alter, die für den Fall einer schweren Erkrankung oder von Pflegebedürftigkeit kurzfristig Zugriff auf ihre Spareinlagen haben sollten.

Insgesamt sollten die Sparprodukte je nach Sicherheitsbedürfnis zwischen 10 und 30 % des eigenen Vermögens ausmachen. Tendenziell höher sollte der Anteil in jüngeren Jahren ausfallen, wo man vor allem einmal einen sicheren Grundstock aufbaut, sowie bei Anlegern in höherem Alter, die unter Umständen sehr rasch auf ihre Mittel zugreifen müssen und Kurstäler auf dem Wertpapiermarkt nicht mehr aussitzen können.

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