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Altersvorsorge

Warten auf bessere Zeiten

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Konsument 6/2003 veröffentlicht: 19.05.2003

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Lange Bindung

In jeder Variante gilt: Wer in die „Zukunftsvorsorge neu“ einsteigt, bindet sich und sein Geld zunächst einmal lange. 10 Jahre beträgt die gesetzliche Mindestbindung. In dieser Zeit haben Sie keinerlei Zugriff auf Ihr Geld. Vorsicht bei Produkten mit längerer vertraglicher Laufzeit: Ob Sie auch bei diesen bereits nach zehn Jahren über Ihr Kapital verfügen können, ist vor Vertragsabschluss zu klären!

Bleiben oder wechseln

Nach der Mindestbindung beziehungsweise der Vertragslaufzeit haben Sie mehrere Optionen: Sie können

  • bei Ihrem Produkt bleiben und weiterhin Kapital aufbauen;
  • die Ansprüche in eine neue Zukunftsvorsorge bei einem anderen Anbieter übertragen und dort weiter ansparen;
  • das Kapital in ein anderes Produkt übertragen (etwa Pensionkasse, auch PIF und PZV sollen nach dem Willlen des Gesetzgebers dafür wieder in Frage kommen), das gleich oder später für eine Verrentung sorgt und danach eine lebenslange Rente zahlt;
  • das Kapital auszahlen lassen.

Auszahlen kommt teuer

Letzteres ist allerdings nicht mehr als eine Notlösung. Denn für diese „nicht widmungsgemäße“ Verwendung werden Sie ordentlich zur Kasse gebeten und müssen die Hälfte der erhaltenen Prämien zurückerstatten. Außerdem werden auf die Kapitalerträge 25 Prozent Steuer fällig. Doch es kann noch dicker kommen: Die gesetzliche Kapitalgarantie gilt ebenfalls nur bei widmungsgemäßer Verwendung, nicht bei Auszahlung!

Kursverluste möglich

Wer das Kapital auf einmal ausbezahlt haben will, ist vom Gesetzgeber nicht vor Kursverlust geschützt. Manche Anbieter (uns sind derzeit Uniqa, Raiffeisen und Volksbank bekannt) geben dennoch bei Auszahlung des Kapitals eine freiwillige Kapitalgarantie. Fragen Sie danach!

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