KONSUMENT.AT - Altersvorsorge: Wie gut ist die Beratung? - Was genau ist Altersvorsorge?

Altersvorsorge: Wie gut ist die Beratung?

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KONSUMENT 8/2012 veröffentlicht: 24.07.2012

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Was genau ist Altersvorsorge?

Spare in der Zeit, dann hast Du im Alter.

Private Altersvorsorge bedeutet, dass man vor Pensionsbeginn Geldvermögen anspart oder dafür sorgt, dass nach der Pensionierung ein regelmäßiger Zufluss erfolgt: Sei es durch eine Vermietung, durch Investmentfonds, durch die Auszahlung einer privaten Zusatzpension oder anderes. Oberstes Ziel bei der Vorsorge ist Sicherheit – nämlich Sicherheit vor Kapitalverlust und Sicherung der Kaufkraft, also ein Ausgleich der Inflation.

Keine riskanten Formen der Geldanlage

Das schließt riskantere Anlageformen von vornherein aus; es sei denn, man hat bereits so viel Vermögen auf der sicheren Seite, dass man sich etwas mehr Risiko und damit die Hoffnung auf ein wenig mehr Ertragsglück leisten kann.

Letzten Endes stellt natürlich alles, was vor der Rentenzeit an Immobilien, Münzen, Schmuck oder anderen Werten erworben oder angespart wird, einen finanziellen Polster für die Zeit dar, in der man nicht mehr erwerbstätig ist.

Exotische Geldanlage vermeiden

Wer sich nicht richtig gut auskennt oder einfach aus Leidenschaft sammelt, sollte aber von exotischeren Anlageformen die Finger lassen. Dasselbe gilt bei strengerer Betrachtung auch für Aktiengeschäfte. Sie erfordern Know-how, ständiges Dranbleiben – und viel Spielraum hinsichtlich Anlagedauer und verfügbarem Kapital, damit nach einem etwaigen Börseneinbruch wieder genügend Zeit für eine Erholung der Kurse bleibt.

So lange können ältere Anleger oft nicht warten; jüngere hingegen schon, wie manche Berater meinen, die ihnen daher Aktien empfehlen. "Für die Altersvorsorge zu riskant“, lautet aber unsere Einschätzung auch für junge Anleger.

Mit Aktien eingefahren

Die Entwicklungen in den letzten zehn Jahren zeigen nur zu deutlich, wie man auch über lange Strecken mit Aktien einfahren kann: Der deutsche Aktienindex DAX etwa stand 2001 und 2008 bei 8.000 Punkten, heute liegt er bei 6.000; der japanische Aktienmarkt stand 1990 bei 40.000 Punkten, heute erreicht er gerade einmal 8.500. Keine Rede von Kapitalerhalt, geschweige denn Inflationsausgleich!

 

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Kommentare

  • Namen nennen
    von REDAKTION am 31.07.2012 um 14:41
    In Österreich gibt es Tausende Berater für Altersvorsorge. Würden wir nur die Namen der getesteten Berater nennen, könnte dies den Eindruck erwecken, dass andere, von uns nicht getestete Berater besser sind. Davon ist aber nach unseren Erfahrungen nicht auszugehen. Ihr KONSUMENT-Team
  • Altersvorsorge
    von adamczyk am 29.07.2012 um 14:55
    Ich kann mich der bereits formulierten Kritik am Konsument nur anschließen: Warum werden die getesteten Banken, Versicherungen und Berater nicht genannt ?
  • Pensionsvorsorgeberatung
    von Alfred2010 am 25.07.2012 um 14:04
    Bitte was soll das? Ohne detaillierte Bewertungen der geprüften Unternehmen bringt mir das jetzt ganz wenig Erkenntnisgewinn.... Ein Pauschalurteil, dass vieles schlecht sei, und ohne Namensnennung bringt mir jetzt gar nix. Wenn Fernseher oder Fahrradln getestet werden, gibts doch auch einen Gesamtüberblick. Danke vielmals! ar
  • Altersvorsorge und Lebensversicherung
    von Nachhaltigkeitsunternehmer am 25.07.2012 um 11:06
    Eine Erfassung der Ist-Situation ist zweifelsohne das Um und Auf jeder guten Beratung. Ein guter Berater weist, wenn er schon eine Lebensversicherung empfiehlt auf ungezillmerte Tarife hin. Die Kosten werden hier nicht auf die ersten fünf Jahre verteilt, sondern pro Monatsrate verrechnet. Dies ergibt wesentlich bessere Rückkaufswerte, insbesonders in den ersten Jahren.
  • Anlageberatung
    von sidestep am 24.07.2012 um 10:15
    Eine Verwandte ist öfter für ein Marktforschungsinstitut als Mystery Shopper (Testkäufer, wobei im gegenständlichen Fall nichts gekauft wird) im Bankbereich, u.a. Anlageberatung, tätig und kann Ihre Ausführungen zu 100% bestätigen - nie in "Papier"( und das sind ausnahmslos alle Wertpapiere,Aktien, Fonds Sparbücher, Prämiensparen, Lebensversicherungen etc.) anlegen, im Ernstfall ist alles futsch. Diewenigsten Bankberater kennen sich wirklich aus. Empfehlenswert ist eine bestimmte Menge Bargeld (aber nicht auf der Bank), Edelmetalle und Sachwerte (noch Immobilien, obwohl diesbezüglich wohl auch schon neue Steuern geplant sind). Lieber auch ein neues Auto etc. ums Gesparte kaufen und sich ansosnten etwas gönnen. Der Crash kommt mit Sicherheit.