KONSUMENT.AT - Autokauf-Finanzierung - Autokauf in der Slowakei

Autokauf-Finanzierung

Der Schlüssel zum besten Preis

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Konsument 5/2004 veröffentlicht: 22.04.2004

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Autokauf in der Slowakei - Im Osten billiger?

Dass Autos in den neuen östlichen EU-Nachbarländern manchmal billiger sind als bei uns, hat sich schon herumgesprochen. Trotzdem ist der Eigenimport nicht grundsätzlich günstiger. Wir haben
stichprobenartig erhoben, zu welchen Konditionen wir die drei Fahrzeuge unseres Vergleichs in der Slowakei erhalten hätten. Ergebnis:

VW-Golf: 2000 Euro Einsparung

Beim VW-Golf hätte sich eine Ersparnis von etwa 2000 Euro ergeben, der Ford Mondeo wäre um etwa 2300 Euro teurer gekommen, völlig uninteressant wäre der Eigenimport des Renault Espace gewesen. Die Geldtransaktion ist dabei ein entscheidender Kostenfaktor.

Je nachdem, ob man in Österreich oder der Slowakei wechselt, ob man Bargeld wechselt oder den Wagen mittels Überweisung bezahlt, kommen unterschiedliche Wechselkurse zur Anwendung. Beim Kaufpreis für den VW Golf kann das bis zu 1000 Euro (!) Unterschied ausmachen. Dem teuren Währungsumtausch könnte man an sich durch Zahlung in Euro ausweichen, zumindest bei den von uns besuchten Händlern war dies aber nicht möglich. 

Keine Rabatte

Bei den drei Modellen unserer Erhebung konnten wir – entgegen anders lautenden Berichten – keine Ausstattungsunterschiede feststellen. Trotzdem empfehlen wir, beim Einholen von Angeboten die Ausstattung Punkt für Punkt zu kontrollieren. Unseren Testern wurden in der Slowakei übrigens keine Rabatte gewährt. Wir hätten also jeweils den Listenpreis abzüglich der slowakischen Mehrwertsteuer zu bezahlen gehabt.

In Österreich ist dann noch die Normverbrauchsabgabe (abhängig vom Durchschnittsverbrauch zwischen 2 und 16 Prozent) und die heimische Mehrwertsteuer (20 Prozent) an das Wohnsitzfinanzamt abzuliefern. 

Kosten für Überstellung

Kosten fallen schließlich noch an für Überstellungskennzeichen mit Kurzzeit-Haftpflichtversicherung (in der Slowakei etwa 130 Euro) sowie die nationale Zulassungsgenehmigung bzw. den nationalen Typenschein (gemäß Auskunft des ÖAMTC zwischen 90 und 180 Euro). Wenn eine Übersetzung des ausländischen Zulassungszertifikats oder eine Lärmmessung notwendig ist, können noch mehrere hundert Euro dazukommen. Nicht zu vergessen die Reisekosten. Und dann heißt es beinhart rechnen: Ist die Ersparnis so groß, dass sich der Import im konkreten Fall lohnt?

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