Banken: zu alt für Kreditkarte

Mit 76 nicht kreditwürdig?

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KONSUMENT 6/2015 veröffentlicht: 28.05.2015, aktualisiert: 25.06.2015

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Der 76-jährige Herbert F. (Name von der Redaktion geändert) staunte nicht schlecht, als ihm seine Bank mitteilte, dass er aus Altersgründen keine Kreditkarte mehr erhält.

„Ich bin seit 1975 bei der Bank X. und eine Kreditkarte habe ich, seit diese von der Bank vertrieben wird. Und nun verwehrt man mir die Ausstellung einer neuen Karte.“ Herr F. findet das diskriminierend, denn er fühlt sich nicht zu alt, um zu reisen und aktiv am Leben teilzunehmen.

Was sagt die Pressestelle dazu?

Ist man bei der Bank tatsächlich der Auffassung, dass Personen ab 75 nicht mehr kreditwürdig sind? Die Pressestelle reagierte darauf mit der Feststellung, dass bestehende Kreditkarten nicht gekündigt werden, sondern nur bei einer Umstellung (die in diesem Fall aus bankinternen Gründen erforderlich war). Bei Neuausstellung biete man Kunden über 85 Jahre oder Personen mit mangelnder Bonität eine Prepaid-Kreditkarte an.

Wer bekommt Prepaid-Karten?

Warum auch einem 76-jährigen langjährig treuen Kunden dieses Angebot gemacht wurde, konnte nicht geklärt werden; für Herrn F. fand sich aber letztlich eine individuelle Lösung. Übrigens: Prepaid-Karten bietet man üblicherweise Arbeitslosen oder Jugendlichen ohne Job an.

Was meinen Sie?

Sollen älteren Personen bestimmte Angebote vorenthalten werden, unabhängig davon, wie ihr finanzieller Background ist oder wie vertragstreu sie in der Vergangenheit waren?

Haben Sie – auch mit Unternehmen aus anderen Wirtschaftsbereichen – ähnliche Erfahrungen gemacht?

Schreiben Sie uns:

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