Bankgebühren

TEUER, TEURER, EURO?

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Konsument 1/1999 veröffentlicht: 01.01.1999

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Provision ersetzt Kursspanne

Die Kursspannen beim Geldwechseln zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs fallen zwar weg, dafür wurden die Provisionen zum Teil drastisch angehoben. Bei Kleinbeträgen führt dies zu geradezu aberwitzigen Kostenbelastungen: Einem Bankkunden aus Niederösterreich waren von einer Auslandsreise 10 D-Mark übergeblieben. Beim Rückwechseln bekam er gerade 44 Schilling dafür, 25 Schilling wurden als Bankprovision einbehalten. Erschwerend wirkt, daß diese Provisionen in den meisten Fällen stillschweigend abgezogen werden, ohne den Bankkunden vorher darüber zu informieren. Geldüberweisungen innerhalb der Währungsunion sollten eigentlich wie Inlandsüberweisungen behandelt werden, das heißt, für sie dürfte keine Gebühr eingehoben werden. Weit gefehlt: Die Einführung der Euro-Überweisung ist mit einer zum Teil empfindlichen Verteuerung verbunden. Bis zu einem Betrag von 70.000 Schilling muß man nun bei den meisten Banken rund 140 Schilling bezahlen. Das gilt auch für ganz kleine Beträge in Höhe von einigen hundert Schilling. Die alte Postanweisung, die in einem solchen Fall nur 25 Schilling kostete, gibt es im Verkehr mit den Euro-Teilnehmerstaaten nicht mehr.

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