KONSUMENT.AT - Baumängel - Schadenersatz: Wie Sie bei Baumängeln Geld sehen

Baumängel

Auf die Finger geschaut

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Konsument 10/2002 veröffentlicht: 19.09.2002

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Gemessen an der „Lebensdauer“ von Gebäuden ist die Gewährleistungsfrist kurz. Das Recht auf Schadenersatz reicht weit darüber hinaus.

Wenn in einem Neubau die Stiege einbricht, muss sie innerhalb der ersten drei Jahre auf Kosten der Firma, die sie errichtet hat, wieder hergestellt werden. Passiert der Einsturz erst nach fünf Jahren, besteht zwar durch das Recht auf Schadenersatz noch immer eine Möglichkeit, zu Geld zu kommen. Allerdings ist das viel schwieriger als bei der Gewährleistung, denn Sie müssen dem Unternehmen ein Verschulden nachweisen. Dazu bedarf es meist fachlicher und rechtlicher Beratung. Das wird besonders dann sinnvoll sein, wenn mehrere Ausführende am Werk waren. In vielen Fällen haben solche Streitigkeiten ein gerichtliches Nachspiel.

Schadenersatz muss innerhalb von drei Jahren, gerechnet ab der Entdeckung des Schadens, geltend gemacht werden. Insgesamt können Sie das Recht auf Schadenersatz 30 Jahre lang in Anspruch nehmen. Empfehlenswert ist es, den Unternehmer schriftlich aufzufordern, den Schaden anzuerkennen, und wieder eine Frist dafür zu setzen. Weigert er sich, können Sie den Schaden von jedem anderen gewerberechtlich befugten Unternehmen beheben lassen und die Kosten von der Baufirma einfordern. Sie müssen den Schaden gar nicht gleich beheben lassen; ein anderer Weg wäre, das so genannte Deckungskapital zu fordern, also die voraussichtlichen Kosten für die Reparatur.

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