KONSUMENT.AT - Bausparen - Bonusmöglichkeiten, geschönte Angebote

Bausparen

Schöngerechnet

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Konsument 3/2011 veröffentlicht: 14.02.2011, aktualisiert: 28.02.2011

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Bonusmöglichkeiten

Eine Möglichkeit, die Rendite aus dem Bausparvertrag zumindest ein klein wenig zu erhöhen, bieten Online-Abschlüsse. Diese sind eine Überlegung wert, wenn Sie einen voll besparten Vertrag (100 Euro pro Monat) abschließen möchten. Anstelle der beim Abschluss üblichen Werbegeschenke gibt es dann einen 40-Euro-Bonus, durch den sich die Rendite in unserer Modellrechnung von 1,7 auf 1,9 Prozent erhöht. Ein gewisser Bonus ergibt sich auch, wenn der Jahresbeitrag gleich auf einmal zu Beginn des Jahres anstatt monatlich eingezahlt wird (1.200 Euro) oder beim Einmalerlag (7.200 Euro). Nach sechs Jahren ist das Guthaben bei Zahlung jeweils zum Jahresanfang um zirka 30 Euro höher.

Wer aussteigt, zahlt drauf

Die Rendite sinkt im Gegenzug wieder ein wenig, weil das Geld in diesem Fall ja länger gebunden ist. Wer aussteigt zahlt drauf Die wichtigste Kapitalsparmaßnahme beim Bausparen ist jedoch, durchzuhalten (siehe rechts "Umstieg extrem nachteilig"), denn wer vorher aussteigt oder das vereinbarte Sparziel nicht erreicht, zahlt in jedem Fall ordentlich drauf.

Angebote oft geschönt

Dass die Bausparkassen bei den derzeit niedrigen Kapitalmarktzinsen keine üppigen Erträge anbieten können, nimmt man als Kunde resigniert zur Kenntnis. Nicht zu akzeptieren ist aber, dass in den Verkaufsprospekten und auf den Homepages der Anbieter zum Teil mit, vorsichtig ausgedrückt, geschönten Zahlen um Kundschaft geworben wird. Was das Bausparen tatsächlich bringt, haben wir für Sie ausgerechnet – die Differenzbeträge finden Sie in der Tabelle.

ABV und Wüstenrot "vergessen" KESt

Alle vier Anbieter locken mit hohen Einstiegszinsen. Die gelten aber nur für das erste Jahr, für die restliche Laufzeit sinkt der Zins auf ein deutlich bescheideneres Niveau ab. Mithilfe von sogenannten Ansparrechnern, wie es sie auf allen Anbieter- Websites gibt, sollen zukünftige Kunden errechnen können, wie viel ihr Bausparvertrag nach sechs Jahren abwerfen wird. Bei ABV und Wüstenrot werden dazu – völlig korrekt – Mindest- und Maximalvarianten entsprechend den Zinsbandbreiten bei variabler Verzinsung ausgeworfen, also die Entwicklung zum niedrigsten Zinssatz samt Prämie und das bestmögliche Gegenstück. Leider haben die beiden Anbieter „vergessen“, die KESt zu berücksichtigen.

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Kommentare

  • Rendite unter der Inflationsrate
    von DanDocPeppy am 04.03.2011 um 21:31
    Der Satz, der mich am meisten erschüttert: "...ist mit Renditen unter der Inflationsrate zu rechnen..." Da ist es scheinbar wirklich am besten, sein Geld einfach auszugeben.
  • Wen fördert der Staat?
    von Wasis am 01.03.2011 um 19:23
    Die Banken, das hat das Testergebnis wieder einmal bestätigt. Aber warum gerade die Banken und wieso steuert der Finanzminister nicht dagegen? Wegen Konrad, Scharinger und Co.! Und da ist ja auch noch die liebenswerte Exkollegin und nunmehrige Chefin von Wüstenrot, jetzt ist alles klar!
  • AW:Logo und Titel durcheinander
    von REDAKTION am 28.02.2011 um 10:46

    Sie haben völlig recht! In der "Testtabelle: Bausparen - geschönte Zahlen" ist uns ein Fehler unterlaufen. Die Logos der vier Banken waren falsch zugeordnet. Der Fehler hatte technische Ursachen und wir haben dies leider nicht gleich bemerkt. Das tut uns sehr leid und wir bitten Sie dies zu entschuldigen.

     Ihr KONSUMENT-Team

  • Logo und Titel durcheinander
    von telemach am 28.02.2011 um 09:03
    Auf Seite 6 ist ja alles durcheinander. Warum bringt ihr das nicht in Ordnung?
  • ok.. das logo stimmt...
    von pez84 am 25.02.2011 um 22:22
    trotzdem steht hier übern ABV Logo der name Wüstenrot.. und dass sollte schon richtiggestellt werden..