KONSUMENT.AT - Bausparen - Liquidität, Handhabung, Anteil am Portfolio

Bausparen

Geldanlage in der Krise

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veröffentlicht: 19.01.2015, aktualisiert: 05.07.2017

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Liquidität

Für sechs Jahre kann man auf sein Geld nicht zugreifen, und wenn man es im Notfall doch tut, nur mit erheblichen Abschlägen – angesichts der aktuell niedrigen Verzinsung und der doch langen Laufzeit ein Nachteil.

Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit

Bausparverträge sind relativ einfach gestrickt: Man schließt einen Vertrag ab und muss sich die nächsten sechs Jahre eigentlich um nichts kümmern. Die einzigen zwei Punkte, die man sich vor Abschluss überlegen muss, sind:

  • die Art der Verzinsung: fix, wenn man sich den bestehenden Zinssatz für die nächsten sechs Jahre sichern will; variabel, wenn man hofft, dass die Zinsen während der Laufzeit eher steigen werden;
  • die Mindestansparsumme oder auch Vertragssumme: Wie viel gehen sich pro Monat aus, und das längerfristig?

Läuft der Vertrag ab, hängt die weitere Vorgangsweise davon ab, ob in nächster Zeit Bedarf an einem Bauspardarlehen besteht. Wenn nicht, sollte man das Guthaben nicht allzu lange auf dem Bausparkonto liegen lassen: Üblicherweise ist die Verzinsung (vor allem nach Wegfall der staatlichen Prämie) nicht gerade berauschend.

Mindestveranlagung

Mit 20 bis 30 Euro pro Monat ist man bei den vier Bausparkassen in Österreich dabei. Die Maximalveranlagung sollte allerdings 100 Euro pro Monat bzw. 1.200 Euro im Jahr nicht übersteigen, da der Rest so schlecht verzinst ist, dass sich andere Anlageformen wie etwa ein Sparplan oder ein Kapitalsparbuch häufig mehr rentieren.

Anteil am Portfolio

Eingezahlt werden sollte nur so viel, wie staatlich gefördert wird. Das waren zu Redaktionsschluss 1.200 Euro pro Jahr oder 7.200 Euro über die gesamten sechs Jahre. Für alles, was darüber hinaus eingezahlt wird, gibt es nur die Zinsen der Bausparkasse, und die fallen ohne die staatliche Prämie noch spärlicher aus, als sie ohnehin schon sind.

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