KONSUMENT.AT - Card Complete - Schadenssumme doch noch gut geschrieben

Card Complete

Haftung für Kartenmissbrauch

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KONSUMENT 1/2020 veröffentlicht: 19.12.2019

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Der Alptraum vieler Menschen; nach dem Bezahlen fehlt die Kreditkarte. Herr B. lässt sie sperren, es wird allerdings noch zweimal abgehoben. Card Complete will die Haftung zuerst nicht übernehmen. - Hier berichten wir über Fälle aus unserer Beratung. Betreut hat den Fall Mag. Elisabeth Barth.

KONSUMENT-Redakteur Mag. Elisabeth Barth (Foto: VKI) Herr Bacher hatte in einer Bar in Spanien mit Miles-&-More-Kreditkarte und PIN bezahlt. Wenig später war die Kreditkarte verschwunden. Er ließ sie sofort über die Hotline sperren und erfuhr, dass inzwischen noch zwei Abbuchungen erfolgt waren.

Reklamation ohne Folgen: 2.788,50 € Schaden

Als er seine neue Karte erhielt, entdeckte er aber weitere Abbuchungen; der Schaden betrug insgesamt 2.788,50 €. Herr Bacher reklamierte bei Card Complete. Dort hieß es, die reklamierten Umsätze seien mit korrekter Eingabe des PIN-Codes erfolgt. Card Complete könne daher für den Schaden nicht haften.

Kein Verschulden: OGH-Urteil

Wir hielten fest, dass Herrn Bacher kein Verschulden am Kartenmissbrauch treffe und es Bankkunden laut Oberstem Gerichtshof nicht zumutbar sei, sich bei der Behebung derart zu verrenken, dass ein Ausspähen des PIN-Codes unmöglich sei. Card Complete übernahm schließlich doch die Haftung und schrieb Herrn Bacher die Schadensumme gut.


Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert. 

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