Cent-Münzen abgelehnt

Auf- bzw. Abrundungen bei Barzahlungen

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KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 27.08.2015

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"Ein niederländischer Supermarkt verweigerte nicht nur die Annahme von Euro-Cent-Münzen, der Betrag wurde auch automatisch aufgerundet. Ähnlich erging es mir beim Kauf eines Artikels, der mit 9,99 ausgepreist war, aber 10 Euro kostete. Ist diese Vorgehensweise korrekt?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Mag. Georg Mentschl.

Georg Mentschl (Bild: U. Romstorfe/VKI)
Mag. Georg
Mentschl

Die Produktion der Euro-Münzen ist Sache der einzelnen Mitgliedstaaten. In Finnland und den Niederlanden werden 1- und 2-Cent-Münzen nur noch für Sammler geprägt, um komplette Kursmünzensätze anbieten zu können.

Gesetz für Auf- bzw. Abrundung

Zwar kann man in diesen Ländern auch mit 1- oder 2-Cent-Münzen zahlen, sie werden jedoch nicht als Wechselgeld herausgegeben – die Summe an der Kassa wird auf 5 Cent auf- oder abgerundet. Auch in Belgien trat zum 1. Oktober 2014 eine gesetzliche Regelung in Kraft, die vorsieht, dass bei Barzahlungen auf 1, 2, 6 oder 7 Cent lautende Gesamtbeträge auf ein Vielfaches von 5 Cent abgerundet, bei 3, 4, 8 oder 9 Cent aufgerundet werden können.

Irland folgt

Händler, die so verfahren, müssen dies durch ein Piktogramm kenntlich machen. Irland beabsichtigt eine ähnliche Regelung.


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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo