Crowdfunding für Immobilien

Keine zusätzliche Sicherheit

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veröffentlicht: 01.07.2015

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Totalverlust möglich

Die Forderungen des privaten Anlegers hingegen bleiben ungesichert. Sie stellen ein sogenanntes nachrangiges Darlehen dar. Zins- oder Tilgungszahlungen erfolgen nur, wenn sie aus dem Jahresüberschuss oder aus freien Mitteln gedeckt sind. Scheitert das Bauprojekt, kommen zunächst die Bank und die Wohnungserwerber zu ihrem Geld. Bleibt dann noch etwas übrig, erhält der Darlehensgeber sein Kapital zurück - oder einen Teil davon.
Es ist ein Irrglauben, dass man als Immobilien-Investor von der Sicherheit des "Betongoldes“ mitprofitieren kann. In Wahrheit ist Crowdlending für eine Immobilie ebenso ungesichert wie das Investieren in ein Unternehmen in Form des Crowdfunding im Allgemeinen: Wenn etwas schiefgeht, bekommt man keine Zinsen und kann sein ganzes Geld verlieren.

Welche Kosten entstehen?

Laut www.homerocket.at entstehen für den Investor keine zusätzlichen Kosten bei Investition in ein Projekt. Der Bauträger bezahlt die Kosten für die Internet-Plattform in Form einer Provision – und zwar 10 Prozent des eingesammelten Betrages (Funding).

Ertragsaussichten im Vergleich

Home Rocket bietet derzeit zwei Projekte mit 5 Prozent bzw. 8 Prozent Zinsen pro Jahr für Laufzeiten von 18 und 36 Monaten an. Im Vergleich dazu bekommt man im Sparbereich derzeit - Stand Juni 2015 - bei einer Laufzeit von 18 Monaten maximal 1,5 Prozent, bei 36 Monaten 1,8 Prozent Zinsen vor KESt (Denizbank), allerdings einlagengesichert, also mit deutlich geringerem Risiko. Die durchschnittliche Dividendenrendite für Aktien liegt bei ca. 2,5 Prozent (DAX und ATX).

Die Einnahmen aus den Zinsen müssen bei privaten Darlehen erst ab einer Höhe von 730 Euro pro Jahr versteuert werden. Betragen also die Zinsen 5 Prozent und möchte man diese 730-Euro-Grenze nicht überschreiten, kann man rund 15.000 Euro investieren. Bleibt man unter diesem Zinsertrag ergibt sich ein Steuervorteil von 25 Prozent.

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