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Edelmetalle

Geldanlage in der Krise

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veröffentlicht: 19.01.2015, aktualisiert: 09.01.2020

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Renditechancen

Gold und Silber werfen keine Zinsen und somit auch keinen regelmäßigen Ertrag ab. Das heißt, die Rendite ergibt sich rein aus der Preissteigerung vom Moment des Kaufs bis zum Verkauf. Diese kann tatsächlich gewaltig sein, wie alle feststellten, die sich etwa 2002 Gold zulegten und das glitzernde Edelmetall zehn Jahre später um ein Vielfaches wieder verkauften. Der Wert kann aber auch gewaltig ins Minus drehen, wie etwa von 2012 auf 2013, als Gold von 1.800 Dollar pro Unze auf 1.200 Dollar absackte. Es kommt also sehr darauf an, wann man ein Edelmetall erwirbt – und darauf, dass man gegebenenfalls einen langen Atem beweist. Das zeigt ein langfristiger Chart der Goldpreisentwicklung auf Basis von US-Dollar.

Goldpreis in USD historisch

Dabei ist gut zu erkennen, dass es einzelne Hochphasen gab, aber auch lange Durststrecken. Langfristig mag Gold als gute Anlage betrachtet werden, allerdings ist dabei zu beachten, dass erst der Kursanstieg ungefähr ab 2008 einen Investor, der 1980 in Gold investiert hatte, in die Gewinnzone brachte. Berücksichtigt man dabei eine Inflation von im Schnitt 2 %, so zeigt sich noch ein anderes Bild: Eine Unze Gold, 1980 zum Jahreshoch bei 850 US-Dollar gekauft, müsste für den Inflationsausgleich im Jahr 2014 1.666 US-Dollar bringen.

Goldpreisentwicklung (Unze in US-Dollar) 1973–2013 (Bild: Lisa S / Shutterstock.com)

"Den" Gold- oder Silberpreis gibt es nicht. Edelmetalle sind eine Handelsware, für die je nach Händler unterschiedliche Preise verlangt oder gezahlt werden. Daher sollte man beim An- und Verkauf unbedingt immer mehrere Händler aufsuchen bzw. über das Internet erste Orientierungswerte einholen (z.B. unter  www.oegussa.at oder www.austrian-mint.at .

In welche Richtung sich der Goldpreis entwickeln wird, vermögen auch Kenner nicht zu sagen. Faktum ist, dass er von Angebot und Nachfrage abhängt, aber auch von der Geldmarktpolitik, vom Ölpreis, von Investoren mit sehr großen Goldreserven, manchmal auch von kurzfristigen Ereignissen oder Spekulationen.

Spreads auch bei Goldsparplänen

All das macht aus der Edelmetall-Anlage ein gewisses Hasardspiel. Dazu kommt ein weiterer möglicher Renditekiller: Wenn man Gold kauft, muss man dafür mehr zahlen, als wenn man dieselbe Menge Gold am selben Tag wieder verkaufen würde. Die Händler schlagen auf den Verkaufspreis einen Aufschlag drauf, der umso höher ausfällt, je kleiner die Einheiten sind. Diese Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis, auch Spread genannt, verringert die Rendite.

Diese Problematik der Kleinstmengen kommt übrigens auch bei sogenannten Goldsparplänen zum Tragen. Die monatlichen Ansparraten werden häufig in 1-Gramm-Barren angelegt, was dem Anbieter Monat für Monat eine satte Provision verschafft, sich aber für den Investor nur bei kräftigsten Goldpreissteigerungen lohnt.

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