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Eigenheimversicherungen

Haushohe Unterschiede

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Konsument 9/2009 veröffentlicht: 19.08.2009, aktualisiert: 25.08.2009

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Auf den Bedarf achten 

Was jeweils in den Vertrag aufgenommen wird und wie er gestaltet ist, hängt sehr vom eigenen Bedarf ab. Viele Versicherer bieten zwei bis drei Varianten an, deren Umfang sich stark unterscheidet: von der Basisüber die Komfort- bis zur Exklusiv-/Premiumdeckung. Eine vergleichsweise günstige Möglichkeit besteht darin, bei der billigeren Variante noch das eine oder andere individuelle Risiko einzuschließen. Bei besonders teuren oder ausgefallenen Objekten wiederum empfiehlt sich die Schätzung durch einen Gutachter. Was wie und mit welcher Versicherungssumme in die Polizze aufgenommen wird, sollte unbedingt in einem Beratungsgespräch, am besten mit einem Experten, geklärt werden.

Klare Trends bei der Preisgestaltung

Die große Vielfalt an Leistungen und Varianten macht Vergleiche schwierig, aber nicht unmöglich. Im Auftrag der Arbeiterkammer haben wir sechs unterschiedliche Eigenheime, quer über Österreich verteilt, zum Versicherungstest auserkoren und mit fixen Mindestvorgaben in den Wettbewerb geschickt: privat genutztes Einfamilienhaus im Ortsgebiet, harte Dachung, unterkellert, generelle Neuwertentschädigung, Unterversicherungsverzicht, Glasbruchversicherung inklusive. Gewünschte Mindestdeckung: Eigenheimversicherung kombiniert mit einer Haushaltsversicherung inklusive Privathaftpflicht.

Haushohe Unterschiede

Zu unserer Überraschung gab es über alle sechs Modelle hinweg einen klaren Spitzenreiter und drei ebenso deutliche Schlusslichter, und es gibt haushohe Unterschiede bei den Prämien: Allein bei unserem günstigsten Modell 1, dem steirischen Holzhaus mit 75 m2 Wohnfläche un einfacher Ausstattung, liegt der Unterschied für die kombinierte Eigenheim- und Haushaltsversicherung bei jährlich fast 380 Euro. Beim Modell 6 im tirolerischen Telfs mit 250 m2 Wohnfläche und gehobenem Standard sind es sogar schon weit über 500 Euro pro Jahr! Es lässt sich also einiges sparen, wenn man sich ein wenig umtut.

Kombiprodukt

Die Kombination von Eigenheim- und Haushaltsversicherung wurde deshalb abgefragt, weil es die in der Praxis übliche Variante ist. Es besteht auch die Möglichkeit, beide Versicherungen einzeln abzuschließen. Das kommt aber, wie sich herausstellte, meist teurer als das Kombiprodukt. Der Abschluss bei ein und demselben Versicherer bietet außerdem den Vorteil, dass es dadurch nicht so leicht zu unnötigen Doppeldeckungen (Glasbruch in der Haushalts- und in der Eigenheimversicherung) kommt und alles von einem Ansprechpartner abgewickelt wird.

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Kommentare

  • AW: Eigenheimversicherungen
    von REDAKTION am 29.01.2010 um 12:02

    Da wir nicht wissen, wie die Versicherer genau kalkulieren und welche Geschäftspolitik verfolgt wird, kann kaum eingeschätzt werden, aus welchem Grund die Prämien so stark differieren. Die Risikokalkulation allein kann es aber wohl kaum sein, da hier die Unterschiede nicht derart groß sein dürften. Also liegt es wohl zu einem großen Teil an der jeweiligen Geschäftspolitik der Anbieter. Auch in unseren Vergleichen kommen wir immer wieder zu dem Ergebnis, dass es in allen Versicherungssparten derart große Unterschiede gibt. Man muss aber, bei fast allen Sparten, berücksichtigen, dass auch die Leistungen (Deckungen, etc.) innerhalb der Versicherer stark variieren. Nicht nur der Preis ist ausschlaggebend, sondern vor allem die Leistungen, die ein Versicherungsprodukt beinhaltet.

    Ihr "Konsument"-Team

  • Eigenheimversicherungen
    von ander am 29.01.2010 um 10:25
    Aufgrund ihres Berichtes habe ich diesbezügliche Vergleiche bei 3 Wohnanlagen gemacht: umgerechnet auf den m2 ergaben sich folgende Kosten: Anlage 1, Innsbruck, 2 Jahre alt: 0,74 € Anlage 2, Rum bei Innsbruck: ca. 20 Jahre alt: 1,01 € Anlage 3, Völs bei Innsbruck, 25 Jahre alt: 1,36 € Das sind also Unterschiede bis fast zum Doppelten. Gibt es dafür einen nachvollziehbaren Grund? Ich sehe eigentlich keinen.