KONSUMENT.AT - Eigenheimversicherungen - Selbstbehalt kann sich lohnen

Eigenheimversicherungen

Haushohe Unterschiede

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Konsument 9/2009 veröffentlicht: 19.08.2009, aktualisiert: 25.08.2009

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Selbstbehalt kann sich lohnen

Auch Selbstbehalte sind bei Eigenheimversicherungen dort und da möglich. Das heißt, der Versicherte zahlt eine etwas niedrigere Prämie, muss dafür aber im Schadensfall einen Teil der Unkosten selbst tragen. Liegt die Schadenshöhe unter dem Selbstbehalt, zahlt der Versicherer gar nichts.

Ersparnisse variieren stark 

Während Selbstbehalte in der Haushaltsversicherung durchaus ein Thema sind, da beim Hausrat naturgemäß mehr Kleinschäden auftreten als an der Haushülle, gibt es Versicherer, die in der Eigenheimversicherung überhaupt keine Selbstbehalttarife anbieten (bei unserem Test Helvetia und Victoria). Für jemanden, der sich in erster Linie gegen die wirklich großen Risiken versichern will, sind Selbstbehalte aber durchaus überlegenswert. Denn so zahlt man eine geringere Prämie und ist doch für den Fall der Fälle abgesichert. Daher ließen wir uns Angebote sowohl mit als auch ohne Selbstbehalt vorlegen. Die Ersparnis bei unseren Testmodellen variierte sehr stark, je nach Versicherer und Höhe des Selbstbehalts: Deutlich reduziert sich die Prämie zum Beispiel bei der VAV (minus 35 Prozent), auch Allianz und Uniqa ziehen noch mehr als 20 Prozent ab. Am wenigsten erspart man sich bei Wüstenrot und Zürich mit aufgerundeten 6 bis 10 Prozent.

Aktualisieren ist angesagt

Wenn Sie den Eindruck haben, schlecht oder zu teuer versichert zu sein, ziehen Sie Ihren Versicherungsberater oder einen unabhängigen Makler zu Rate und lassen Sie sich, genau auf Ihren Bedarf hin, mehrere Angebote errechnen. Die Kündigung ist oft jährlich möglich und kann sich in Anbetracht der hohen Prämienunterschiede selbst bei einem bestehenden Dauerrabatt rechnen (siehe Kasten „Kündigung und Dauerrabatt“). Eine alte Polizze wieder einmal zur Hand zu nehmen, kann sich auf jeden Fall lohnen, allein schon um die in vielen neueren Verträgen üblichen Leistungspunkte „Katastrophenschutz“ und „Unterversicherungsverzicht“ nachtragen zu lassen. Vielleicht gab es aber auch Veränderungen im und am Haus, die ohnedies schon längst dem Versicherer zu melden gewesen wären; oder die Versicherungssumme sollte dringend an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden, was meist ohne gröbere Prämienerhöhungen möglich ist

 

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Kommentare

  • AW: Eigenheimversicherungen
    von REDAKTION am 29.01.2010 um 12:02

    Da wir nicht wissen, wie die Versicherer genau kalkulieren und welche Geschäftspolitik verfolgt wird, kann kaum eingeschätzt werden, aus welchem Grund die Prämien so stark differieren. Die Risikokalkulation allein kann es aber wohl kaum sein, da hier die Unterschiede nicht derart groß sein dürften. Also liegt es wohl zu einem großen Teil an der jeweiligen Geschäftspolitik der Anbieter. Auch in unseren Vergleichen kommen wir immer wieder zu dem Ergebnis, dass es in allen Versicherungssparten derart große Unterschiede gibt. Man muss aber, bei fast allen Sparten, berücksichtigen, dass auch die Leistungen (Deckungen, etc.) innerhalb der Versicherer stark variieren. Nicht nur der Preis ist ausschlaggebend, sondern vor allem die Leistungen, die ein Versicherungsprodukt beinhaltet.

    Ihr "Konsument"-Team

  • Eigenheimversicherungen
    von ander am 29.01.2010 um 10:25
    Aufgrund ihres Berichtes habe ich diesbezügliche Vergleiche bei 3 Wohnanlagen gemacht: umgerechnet auf den m2 ergaben sich folgende Kosten: Anlage 1, Innsbruck, 2 Jahre alt: 0,74 € Anlage 2, Rum bei Innsbruck: ca. 20 Jahre alt: 1,01 € Anlage 3, Völs bei Innsbruck, 25 Jahre alt: 1,36 € Das sind also Unterschiede bis fast zum Doppelten. Gibt es dafür einen nachvollziehbaren Grund? Ich sehe eigentlich keinen.