KONSUMENT.AT - Einkommenssteuer: KESt zurückholen - Steuerreform 2015/16

Einkommenssteuer: KESt zurückholen

Staat zahlt Steuer zurück

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veröffentlicht: 22.03.2016, aktualisiert: 01.04.2016

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Gesamteinkommen über 11.000 Euro

Ist das Arbeitseinkommen kleiner als 11.000 Euro, zusammen mit Kapitalerträgen liegt das Gesamteinkommen aber darüber, kann eine Beantragung auf teilweise Rückerstattung der KESt mittels Formular E1 (Einkommensteuererklärung) erfolgen. Dann werden die Kapitalerträge (nicht nur Zinsen sondern auch Dividenden und Kursgewinne) nicht mit 25% KESt endbesteuert sondern mit dem Einkommensteuertarif. Und der liegt eben bis 11.000 Euro bei null Prozent und steigt erst darüber entsprechend an.

Ein Beispiel: Jemand hat im Jahr 2015 ein Arbeitseinkommen von € 5.000 und Kapitalerträge in Höhe von € 11.000 erzielt.
Zu versteuerndes Einkommen (ohne Kapitalerträge): € 5.000, Steuer € 0,-
Kapitalerträge bis 11.000 € Gesamteinkommen:€ 6.000, Steuer € 0
Kapitalerträge darüber (Steuersatz 36,5%): € 5.000, Steuer € 1.825

Demgegenüber würde für die 11.000 € Kapitalerträge eine KESt in Höhe von 2.750 € anfallen. Die Ersparnis durch Einkommensteuerveranlagung beträgt also 925 Euro.

Nur Kapiteleinkünfte

Den größten Vorteil haben diejenigen, die neben den Kapitaleinkünften keine weiteren Einkünfte beziehen. Ab dem Jahr 2016 kommt es erst ab Kapitalerträgen von 18.000 Euro zu einem höheren Einkommensteuersatz als KESt, weil erst ab dieser Höhe der Steuersatz über dem KESt-Satz von 25% liegt (nämlich 35%). Bis zu welchen Einkünften sich eine Einkommensteuerveranlagung auszahlt, ist vielleicht etwas mühsam zu errechnen, man sollte sich über die – neuen und alten – Steuerstufen  informieren. Aber die Mühe kann sich wirklich lohnen.

Zu beachten:

  • Die Beantragung ist 5 Jahre rückwirkend möglich.
  • Die Kapitalerträge pro Jahr müssen zumindest 22 Euro betragen.
  • Verlangen Sie nur dann eine Besteuerung Ihrer Kapitalerträge nach dem Einkommensteuertarif, wenn Sie sicher sind, dass Sie eine Rückerstattung bekommen. Sonst müssen Sie am Ende noch Einkommensteuer nachzahlen.

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Kommentare

  • KESt
    von REDAKTION am 02.06.2016 um 09:04
    Die KESt auf Kapitalanlagen (Aktien, Anleihen) wurde auf 27,5 Prozent erhöht, Spareinlagen werden weiterhin mit 25 Prozent besteuert. Ihr Konsument-Team
  • KEST
    von johheim am 02.06.2016 um 01:40
    Wurde den die KEST ab 2016 auf 27,5% erhöht?
  • Einkommenssteuer/Kapitalertragssteuer
    von ling am 03.05.2016 um 11:49
    Diese Steuern heißen korrekt Einkommensteuer und Kapitalertragsteuer. Ein S ist genug.