KONSUMENT.AT - Fremdwährungskredite - FAQ - Fremdwährungskredite - FAQ

Fremdwährungskredite - FAQ

Wetten auf Haus und Hof

Seite 2 von 5

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 3/2003 veröffentlicht: 24.02.2003

Inhalt

Was ist noch so kompliziert?

Üblicherweise ist ein Fremdwährungskredit endfällig. Die Rückzahlung geht in eine möglichst lukrative Geldanlage, den so genannten Tilgungsträger. Aus dessen Erträgen wird am Ende der Laufzeit die Schuld beglichen. Wenn das nicht klappt, müssen Sie nachträglich für die Differenz aufkommen. Manchmal wird auch vorgeschlagen, dass man mehr Geld aufnimmt als man braucht und das überschüssige Geld gleich investiert. Das bietet keinen Vorteil. Nur die Kosten steigen – und natürlich die Provision des Vertreters.

Warum soll das nicht funktionieren?

Wenn etwa mit unrealistisch hohen Renditen des Tilgungsträgers kalkuliert wurde oder wenn dabei viele Spesen anfallen. Das kommt beispielsweise bei fondsgebundenen Lebensversicherungen vor, die in Dachfonds investieren. Die Rendite des Tilgungsträgers sollten Sie realistisch einschätzen, also maximal 5 bis 6 Prozent jährlich nach Abzug aller Spesen. Versprochen werden aber oft 8 bis 10 Prozent. Das kann eng werden.

Aber der Schweizer Franken ist doch stabil?

Nein, auch beim Schweizer Franken schwankt der Kurs. Beim Yen kann sich der Kurs im Verlauf eines Tages um bis zu 4 Prozent ändern. Auch gibt es keine amtlichen Wechselkurse mehr, die Banken setzen den Kurs fest. Die Bank kann beim Wechseln daher prinzipiell irgendeinen Kurs nennen. Daher sollte man die Wechselkurse im Internet oder in Zeitungen verfolgen und bei größeren Abweichungen reklamieren. Beim Yen sollte man sogar eine Uhrzeit für das Wechseln festlegen, um Gewissheit über den Kurs zu haben: 4 Prozent Schwankung am Tag machen bei 100.000 Euro Kreditsumme immerhin 4000 Euro aus.

 

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen