Garantieprodukte der Banken

Sicherheit hat ihren Preis

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Konsument 12/2004 veröffentlicht: 15.11.2004

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Unterschiedliche Konstruktionen

Dieser Fonds ist auch in seiner Konstruktion ein wenig anders als die üblichen Garantieprodukte. Ein Rechenprogramm kalkuliert täglich anhand der Entwicklung der Zinsen und der Aktienmärkte, wie hoch der Aktienanteil im Fonds maximal sein darf, um das garantierte Kapital am Laufzeitende zu gewährleisten. Der Nachteil dieses Modells ist allerdings, dass wenn wirklich täglich der optimale Mix zwischen Anleihen- und Aktienteil angepasst wird die Transaktionskosten im Fonds erheblich werden. Diese Kosten sind in der Kennziffer „Portfolio Turnover Ratio“ (PTR) erfasst, die bei Fonds ebenfalls verpflichtend anzugeben ist.

Die übrigen Garantieprodukte sind als Anleihen konzipiert und unterscheiden sich vor allem in der Höhe der Kapitalgarantie, der Ausgestaltung des Spekulationsanteils und der Beteiligung der Anleger an allfälligen Spekulationsgewinnen. Der durch Anleihen und ihre Erträge gedeckte Garantiebetrag liegt bei den Produkten unserer Übersicht zwischen 100 und 110 Prozent.

Kapitalgarantie

Fünf Produkte in unserer Übersicht sind endfällig, das heißt, die Kapitalgarantie bezieht sich nur auf das Ende der Laufzeit, und auch Erträge werden erst dann gutgeschrieben. Hingegen ist beim „Blue Chip-Dynamik Bond III“ der Erste Bank eine jährliche Ausschüttung von zwei Prozent plus allfälliger Erträge aus dem Spekulationsanteil garantiert, beim „Klassik Aktien Garantiezertifikat“ der Raiffeisen Salzburg mindestens ein Prozent. Auch der Oberbank Triple Garant und der Volksbank Up & Down Garant schütten 2,625 Prozent jährlich aus.

Aber Achtung: Auch hier gilt die Kapitalgarantie erst mit dem Ablauf. Wer vor dieser Zeit verkaufen möchte, muss wie bei den anderen Produkten auch mit Kapitaleinbußen rechnen!

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