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Geldanlage: Altersvorsorge mit Immobilien

Fundament für die Pension?

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Konsument 7/2006 veröffentlicht: 22.06.2006

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Vorsorgewohnungen

Dieses direkte Investment in eine Immobilie erfordert auf jeden Fall ein höheres Einstiegskapital (mindestens 30.000 Euro) als Fonds und Aktien. Die Wohnung wird über ein Unternehmen gekauft, das den Bau errichtet und meist auch Vermietung und Verwaltung übernimmt.

Auf das richtige Pferd setzen

Als Anleger finanzieren Sie den Kauf durch die Mieteinnahmen. Damit das Anlageobjekt seinen Wert behält und entsprechende Renditen abwirft, sollten Sie sich vor der Auswahl über den Immobilienmarkt kundig machen. Gefragt sind derzeit vor allem die Nähe öffentlicher Verkehrsmittel sowie gute Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten. Außerdem sollten Sie ausschließlich in Neubauten investieren. Nur so lassen sich marktübliche Mieten erzielen.

Garantierter Mietertrag

Neben der gängigen Variante, wo Sie als Anleger das Vermietungsrisiko zur Gänze tragen (kein Mieter = kein Ertrag), gibt es zum Beispiel Vorsorgewohnungen mit Garantiemiete: Wenn die Wohnung leer steht, erhalten Sie trotzdem Mietzahlungen – die allerdings um bis zu 25 Prozent unter dem prognostizierten Mietpreis liegen können. Das wird dann bitter, wenn die Nachfrage anzieht, Ihre Wohnung zu einem deutlich höheren Preis vermietet ist und Sie trotzdem nur Ihre Garantiemiete erhalten. Vor allem bei Objekten in Toplagen rechnet sich die garantierte Miete eher nicht. Daneben gibt es den Mietenpool: Dabei werden alle Mieterlöse aliquot auf die Wohnungseigentümer aufgeteilt.

Ein Beweggrund für Vorsorgewohnungen ist häufig, einen Altersruhesitz zu erwerben. Davon ist eher abzuraten. Eine Vorsorgewohnung sollte zwischen 40 und 70 Quadratmetern haben; diese Größe läßt sich zurzeit am besten vermieten. Vielen ist das fürs Alter doch etwas zu klein. Größere Vorsorgewohnungen sind allerdings schwerer vermietbar.

Hohe Erstinvestition

Geeignet sind Vorsorgewohnungen für Anleger, die gleich zu Beginn einen höheren Einmalbetrag investieren können. Damit sich das Investment lohnt, sind aber unbedingt Lage und Ausstattung der Wohnung sowie die genaue vertragliche Gestaltung zu überprüfen.

Aktiv im Geschäft

Ein Haus oder eine Wohnung zu vermieten kann lukrativ, aber auch sehr mühsam und zeitaufwendig sein. So wie bei Vorsorgewohnungen hängt der Ertrag stark von Lage, Ausstattung und regionaler Nachfrage ab. Zusätzlich müssen Sie sich hier selbst um Mieter, Mietverträge, das Eintreiben der Miete und die Instandhaltung kümmern. Beachten Sie auch, dass Mieteinnahmen steuerliche Einkünfte darstellen, die Sie gegenüber der Finanz deklarieren müssen.

Dies alles erfordert viel Eigenengagement. Daher nur empfehlenswert für Anleger, die sich für den Immobilienmarkt interessieren und mit den rechtlichen und steuerlichen Aspekten der Vermietung vertraut sind.

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