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Geldanlage: Immobilien

Investieren mit Bedacht

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Konsument 5/2010 veröffentlicht: 13.04.2010

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Schutz vor Inflation

Die Geldentwertung durch Inflation ist das Schreckgespenst jedes Bürgers, führt sie doch dazu, dass die Ersparnisse ständig weniger werden (siehe „Wie 1.000 Euro an Wert verlieren“). Bereits eine Inflationsrate von nur 2 Prozent – und dies ist die Höhe, bei der nach den Zielen der Europäischen Zentralbank (EZB) eine "Preisstabilität“ vorliegt – führt in nur 10 Jahren zu einer Geldentwertung von 18,3 Prozent! Zwar werden die Ersparnisse zumeist verzinslich angelegt, jedoch ist auch dies nur ein gewisser Trost (siehe "Inflation und Verzinsung"). Hier kommt es auf das Verhältnis von Inflationsrate und Zinssatz an, wobei sich die erzielten Zinsen natürlich noch um die Kapitalertragsteuer (KESt) verringern.

Wie soll sich der Sparer schützen?

In unserem Beispiel (Tabelle 2) mit 2 Prozent Inflation und 2 Prozent Zinsen (werden immer vom Nominalbetrag 1.000 Euro gerechnet) beträgt der reale Kaufkraftverlust in 10 Jahren immer noch knapp 4,6 Prozent. Wie also kann sich der Sparer schützen und Rücklagen für das Alter aufbauen? Die landläufige Meinung sagt, dass allein "Sachwerte“ – und hier vor allem Immobilien – ein sinnvoller und effektiver Schutz vor Inflation sind. Und ein Studium der Zeitungen und der zahlreichen veröffentlichten Studien und Meinungen scheint dies auch zu bestätigen.

Makler profitieren von steigenden Preisen

Freilich: Viele dieser Studien wurden von Immobilienmaklern erstellt, und in einschlägigen Interviews kommt fast ausschließlich diese Berufsgruppe zu Wort. Immobilienmakler aber profitieren mehrfach von steigenden Preisen: Erstens führen Preiserhöhungen zu mehr Nachfrage nach dieser Form der Altersvorsorge, zweitens steigen die Maklerprovisionen mit dem Wert der Immobilien. Kann man diese Aussagen dann als Basis für Entscheidungen zu seiner Kapitalanlage nehmen?

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