KONSUMENT.AT - Geldanlage: Kombisparprodukte - Kein Spesenvorteil

Geldanlage: Kombisparprodukte

Keine sichere Bank

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Konsument 8/2009 veröffentlicht: 24.07.2009

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Man könnte meinen, dass Käufer solcher Kombiprodukte als gute Kunden vergüns­tigte Ausgabespesen lukrieren können. Doch diese Hoffnung trügt. Bis auf eine Ausnahme (GewinnSparPaket der Gene­rali Bank) bezahlt man bei den Kombispar­produkten unserer Auswahl die gleichen Spesen wie als „normaler“ Wertpapier­kunde – inklusive Depotgebühr! Auf diese Spesen wird in der Werbung für Kombi­sparprodukte jedoch kaum hingewiesen. Groß in der Auslage stehen die „guten“ Zinsen für das Sparbuch.

Somit ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, dass hier die Banken die schönen Sparzinsen, mit denen Anleger ge­ködert werden, mit den Fondsspesen locker wieder hereinbekommen. Und dass die Geldinstitute ihre Fonds und andere Wertpapiere, die nach den Erfahrungen des ­letzten Jahres wenig nachgefragt werden, mithilfe dieser Doppelpacks doch noch an den Mann bzw. die Frau zu bringen hoffen.

Garantiert ist wenig

Vorsichtige Anleger, die vor Fonds zurückschrecken, können zum Sparbuch auch ein Garantieprodukt erstehen. Aber Achtung! Garantiert ist dabei nur der Bestand des einbezahlten Kapitals, nicht jedoch eine bestimmte Rendite. Daher wird das Kapital auch erst am Ende der Laufzeit nach Abzug der Spesen und des Ausgabeaufschlags rückerstattet. Zudem kostet die Garantie etwas – nämlich in Form einer geringeren Rendite. Und wie das Beispiel Lehman Brothers gezeigt hat, ist eine Garantie ­immer nur so viel wert wie der dahinter­stehende Garantiegeber. Geht dieser pleite, kann das Kapital auch zur Gänze verloren sein. Bei Sparbüchern greift die gesetzliche Einlagensicherung, wenn die Bank Bankrott machen sollte.

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