KONSUMENT.AT - Geldanlage: Persönliche Finanzen - Flexibel aufstellen

Geldanlage: Persönliche Finanzen

Kassasturz

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KONSUMENT 1/2013 veröffentlicht: 27.12.2012

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Flexibel aufstellen

Das niedrige aktuelle Zinsniveau sollte nicht dazu verführen, alles Geld auf täglich ver­fügbaren Sparkonten zu „parken“, damit man rasch wechseln kann, wenn die Zinsen wieder steigen. Ein Höhenflug ist ja so schnell nicht zu erwarten. Ein paar länger laufende (und besser verzinste) Anlagen ­sollen also durchaus im Portfolio enthalten sein. Hier wurden uns mehrfach Wohnbauanleihen genannt. Die sind bis zu einem Zins­ertrag von 4 Prozent von der KESt befreit und damit attraktiver als Kapitalsparbücher. Der Haken bei vielen langfristigen Anlagen: Man kann kurzfristig oft gar nicht oder nur mit Verlusten auf sein Geld zugreifen.

Mehrfach erinnert wurde an die alte Anleger­weisheit „Leg nicht alle Eier in einen Korb“. Soll heißen: Mehrere unterschiedliche Anlagen gewährleisten, dass das Risiko breiter gestreut wird. Hat man nicht so viel Geld, um unterschiedliche Papiere zu kaufen, tut es auch ein breit gestreuter Mischfonds.

Gold kann immer nur einen kleinen Teil des Investments ausmachen. Es wäre auch denkbar, dass der Goldpreis vorerst sein Allzeithoch erreicht hat und die nächsten Jahre nicht mehr steigt.

Unnötige Risiken meiden

Schlau investieren heißt auch, unnötige ­Risiken zu meiden. Wenn heute 6 Prozent Zinsen geboten werden, ist die Anlage entweder überhaupt unseriös oder hoch riskant. Das Risiko des Zahlungsausfalls, das die Gläubiger tragen, muss mit höheren Zinsen kompensiert werden. Hohe Zinsen sind also nicht unbedingt ein Grund zum Jubel. Das sollte auch bedenken, wer die derzeit viel propagierten Unternehmensanleihen ins ­Auge fasst. Auch renommierte Firmen ­können in Schieflage geraten, wie Zeichner der Anleihe des Baukonzerns Alpine jüngst zur Kenntnis nehmen mussten.

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