KONSUMENT.AT - Geldanlage: Sparzinsen im Ausland - Versteuerung nicht vergessen

Geldanlage: Sparzinsen im Ausland

Grenzenlos bescheiden

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KONSUMENT 1/2014 veröffentlicht: 02.01.2013, aktualisiert: 07.01.2014

Inhalt

Versteuerung nicht vergessen

Durch die EU-Zinsrichtlinie werden Zinserträge innerhalb der EU einheitlich besteuert. Dazu gibt es einen automatischen Datenaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten: Name, Anschrift, Steuernummer, Zinserträge usw. werden an die Finanzbehörde im jeweiligen Wohnsitzstaat weitergeleitet; der Anleger muss dort seine Zinserträge nach den geltenden Vorschriften ver­steuern.

Wenn Sie also Zinserträge im Ausland haben, müssen Sie diese in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben; sie werden mit 25 Prozent besteuert. Bei im Ausland bereits abgezogenen Quellensteuern kann ein Antrag auf Erstattung gestellt werden.

Bei Ausländern, die in Österreich Zinserträge erzielen, wird eine 35-prozentige Quellensteuer abgezogen und zu 75 Prozent an den Wohnsitzstaat abgeführt; dafür werden aber keine Informationen über den Anleger weitergegeben, da Österreich ebenso wie Luxemburg eine Ausnahme von der EU-Zinsrichtlinie (das viel diskutierte „Bankgeheimnis“) durchgesetzt hat.

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