KONSUMENT.AT - Geschlossene Fonds - Provisionen und Gebühren

Geschlossene Fonds

Mitgefangen, mitgehangen

Seite 3 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 4/2014 veröffentlicht: 27.03.2014, aktualisiert: 15.05.2014

Inhalt

Provisionen und Gebühren

Doch damit nicht genug. Als die Gläubigerbanken nach der Pleite der Fonds feststellten, dass die Erlöse aus Immobilien und Container­schiffen ihre Investitionen nicht deckten, begannen sie damit, bereits an die Fonds­anleger ausbezahlte Ausschüttungen ­zurückzufordern, bei denen es sich nicht um Rendite oder Zinsen, sondern um Kapitalrückzahlungen handelt.

Im Falle einer Weigerung drohte den Anlegern eine Klage. Auch hier sprangen die heimischen Banken ihren guten Kunden nicht bei, obwohl sie selbst ihre Schäfchen längst im Trockenen hatten, waren bei der Vermittlung doch ­exorbitante Provisionen im Spiel gewesen.

Hohe "Weichkosten"

Selbst Sachverständige können sich die ­extrem hohen „Weichkosten“ (Ausgaben­positionen für Vermarktung, Fremdfinanzierung, Verwaltung und Ähnliches) nicht ­erklären. Bis zu 21 Prozent des investierten Kapitals verpufften dafür. Es ist davon auszugehen, dass die Banken neben hohen Aufschlägen (Agios) von 5 Prozent beim Kauf im Innenverhältnis weitere hohe Provisionen kassierten, die sie den Kunden ebenfalls verschwiegen.

Vermutlich hätten nicht wenige Anleger Abstand von einem Investment ­genommen, wären ihnen die hohen Nebenkosten bekannt gewesen.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
7 Stimmen
Weiterlesen