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Gold: Schmuck und Münzen

Tipps für den Verkauf

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veröffentlicht: 17.03.2010

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Was tun mit Zahngold?

Auch Zahngold kann sich über die Jahre ansammeln. Vor dem Ermitteln des Gewichtes sollte das Gold so gut wie möglich von Zahnresten und Füllmaterial befreit und gereinigt werden. Bei Zahngold handelt es sich um einen höheren Feingehalt, nämlich 20 Karat (Feingehalt 833) oder 22 Karat (Feingehalt 916).

Obwohl Goldinlays beim Zahnarzt je nach Größe einige hundert Euro kosten, ist der Materialwert des Zahngoldes vergleichsweise gering. Für ein Gramm zahlt die Scheideanstalt je nach Tageskurs etwa 20 Euro. Der Materialwert eines Goldinlays mit beispielsweise zwei Gramm kommt damit auf ca. 40 Euro. Das mag zwar im Vergleich zum ursprünglichen Gesamtpreis gering anmuten, ein Verkauf zahlt sich trotzdem aus. 

Was Gold-Münzen wert sind

Grundlegendes: Im Gegensatz zu Schmuck haben Münzen den Vorteil, dass es keine Abschläge zB durch Verunreinigungen gibt. Trotzdem spielt der Gesamtzustand auch hier eine Rolle. Randfehler, Kratzer und Dellen mindern den Wert. Für so eine Münze lässt sich unter Umständen nicht mehr als der Materialwert lukrieren.

Münzen sind mit einem Nominalwert versehen (= Angabe zum Zahlungswert). Dieser liegt jedoch weit unter dem Goldwert. Beispiel: 1 Unze Philharmoniker; auf der Münze steht 100 Euro. Der tatsächliche Wert beträgt 966 Euro (Stand: 12.05.2010).

Eine Auflistung österreichischer Münzen bietet die Homepage der MÜNZE Österreich. Bei gängigen inländischen (zB Philharmoniker, Dukaten, Kronen) und ausländischen Münzen (zB Maple Leaf oder Kruger Rand) ist der aktuelle Ankaufswert im Wirtschaftsteil von Tageszeitungen oder im ORF Teletext Börsen u. Markt nachzulesen. Das Gewicht wird teilweise in Feinunzen angegeben. Eine Feinunze entspricht etwa 31,10 Gramm. 
Lässt sich der Wert einer Münze nicht auf diese Weise feststellen, errechnen Sie ihn selbst.

Rechenbeispiel

Zur Berechnung des Feingewichtes werden Raugewicht (=Gesamtgewicht) und Feingehalt (= zB Goldanteil 986 von 1000 Teilen in der Legierung) herangezogen.

Beispiel: 500 Schilling Münze Rudolf II
Das Raugewicht von 8,113 Gramm wird mit 0,986 (Goldlegierung) multipliziert. Das gerundete Ergebnis von 8 Gramm ist das Feingewicht der Münze. Bei einem Ögussa-Feingoldbarrenpreis (ÖGUSSA Edelmetallpreise – Stand 12.05.2010) von 31,06 Euro für 1 Gramm macht das für diese Münze 248,48 Euro Gold-Materialwert. Möglicherweise zahlt ein Münzhändler für ein Sammlerstück noch mehr. Ist das Feingewicht der Münze auf MÜNZE Österreich  angeführt, ersparen Sie sich einen Rechenschritt.

Wer kauft Gold?

Die Österreichische Gold- und Silberscheideanstalt (ÖGUSSA) kauft Schmuck, Zahngold und Münzen als Bruchgold zum Tageskurs und scheidet, also trennt jene in der Legierung enthaltenen Metalle. Auch Juweliere und Goldschmiede sowie Münzhändler kaufen solche Wertgegenstände als Bruchgold an. Der Verkäufer bekommt den Materialwert. Zusätzlich bietet das Internet Verkaufsmöglichkeiten, zB über eBay.

Wer sich nicht von seinen Schmuckstücken trennen will und nur vorübergehend Geld braucht, kann auch die Möglichkeit eines Pfandkredits im Dorotheum in Anspruch nehmen. Hier kann das Pfand innerhalb einer Laufzeit von bis zu drei Monaten wieder ausgelöst werden.

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