Haushaltsversicherungen: Wasserschäden

Wenn das Wasser rinnt ...

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KONSUMENT 5/2011 veröffentlicht: 25.04.2011

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Wer muß zahlen?

Auch Versicherer sind mitunter höchst unterschiedlicher Ansicht darüber, wer für einen Schaden aufkommen muss: Das Aquarium im Eigenheim von KONSUMENT-Leser Thomas E. leckte, weil eine Silikonfuge über Nacht ­undicht geworden war. Das Möbelstück, auf dem es stand, war ebenso ruiniert wie der Laminatboden. Ein klarer Fall für die Haushaltversicherung, dachte Herr E., denn ­Wasseraustritt aus Aquarien war in seiner Polizze enthalten.

Sein Versicherer (Anstalt X) schickte auch einen Sachverständigen, der die Schadenshöhe bezifferte. Doch danach teilte man ihm mit, dass die Haushaltsver­sicherung nur den Schaden am Möbel (150 Euro) ersetze, nicht aber jenen am ­Boden; dies sei Sache der Gebäudeversicherung. Die hatte Herr E. bei einem anderen Versicherer – nennen wir ihn Y – laufen.

Versicherer Y winkte ab: Die Gebäudeversicherung sei nicht zuständig, weil der Laminat­boden nicht fest mit dem Gebäude (wie etwa ein Fliesenboden) verbunden war. Man verwies wieder auf die Haushaltsversicherung. Herr E. konfrontierte Firma X mit dieser ­Auskunft, doch ohne Erfolg. Nun machte der Versicherungsbetreuer von Firma Y Herrn E. ein Angebot: Wenn er auch mit der Haushaltsversicherung zu ihm wechsle, bekäme er in Kulanz 400 Euro für den Schaden.

„Ich informierte Versicherer X von diesem Vorschlag, worauf der Bearbeiter klein beigab und mir 900 Euro für den gesamten Schaden anbot. Mein Dranbleiben hatte Erfolg!“, berichtete uns Herr E. Von Versicherer X hat er sich mittlerweile verabschiedet.

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