Haushaltsversicherungen: Wasserschäden

Wenn das Wasser rinnt ...

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KONSUMENT 5/2011 veröffentlicht: 25.04.2011

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Wenn‘s pritschelt oder sickert

Mitunter aber bleibt man trotz Haushalts­versicherung auf seinem Schaden sitzen, ­etwa wenn die Badewanne übergeht und die Polizze nur Leitungswasserschäden deckt. Denn das Wasser für die Badewanne mag zwar auch aus der Leitung kommen – aber der Schaden ist in so einem Fall nicht ver­sichert.

Auch lehnen Versicherer eine Leis­tung häufig erst einmal mit mehr oder weniger stichhaltiger Begründung ab, wie bei Herrn E. Sich gegen eine Ablehnung zu wehren kann sich besonders dann lohnen, wenn sie wie in diesem Fall auf schwachen Beinen steht. Auch in unserer Beratungspraxis erleben wir immer wieder, dass Versicherer erst zahlen, wenn wir ihnen erklären, dass der Schaden laut Polizze gedeckt sein sollte.

Wenn es rinnt oder tröpfelt, ist die Suche nach der Polizze zweitrangig. Erst sollte der Hauptwasserhahn abgedreht werden, eventuell auch der Strom, wenn Elektrogeräte in Gefahr sein könnten. Auch sollten Ausbreitung des Wasser und Folgeschäden durch geeignete Maßnahmen (Abdichten, Wasser beseitigen etc.) hintangehalten werden.

Schaden rasch melden und dokumentieren

Der Schaden ist dem Versicherer so rasch wie möglich zu melden. Die Schäden und auch deren Behebung müssen dokumentiert werden – durch Fotos oder Zeugenaussagen. ­Beschädigte Gegenstände sollten wenn möglich aufbewahrt werden.

Wichtig zu wissen: Im Schadensfall kann eine Haushaltsversicherung gekündigt werden. Durch den Versicherungsnehmer, der wie Herr E. unfair behandelt wurde, aber auch durch den Versicherer.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo