KONSUMENT.AT - Immobilienverkauf - Vor oder nach dem 1. April 2002

Immobilienverkauf

Die Finanz schneidet mit

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KONSUMENT 8/2013 veröffentlicht: 25.07.2013

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Notar oder Rechtsanwalt führen ImmoESt ab

Im Regelfall wird die ImmoESt vom Notar oder Rechtsanwalt, der den Immobilien­verkauf abwickelt, berechnet und an das Finanzamt abgeführt. Soweit ein Vertrags­errichter (Notar oder Rechtsanwalt) die Grunderwerbsteuer für den Käufer "selbstberechnet", muss er sich auch um die ImmoESt kümmern.

Der Verkäufer braucht seine Einkünfte aus dem Immobiliengeschäft dann nicht mehr in seiner Steuererklärung auszuweisen. Diese neue Zusatzarbeit erbringt der Vertragserrichter freilich nicht gratis. Für die Berechnung und Ablieferung der ImmoESt stellt er dem Verkäufer ein Honorar in Rechnung.

Kosten trägt nicht mehr nur der Käufer

Wurde früher beim Immobilienverkauf üblicherweise vereinbart, dass sämtliche Kosten des Notars oder Rechtsanwaltes der Käufer trägt, ist das nun – hinsichtlich der ImmoESt – nicht mehr selbstverständlich. In jedem Fall muss der Vertragserrichter das Immobiliengeschäft dem Finanzamt melden.

"Altfall" oder "Neufall"

Für die Ermittlung der Bemessungsgrund­lage und damit der Höhe des Steuerbetrages ist zu unterscheiden, ob der Verkäufer die Immobilie vor dem 1. April 2002 ("Altfall") oder nach dem 31. März 2002 ("Neufall") angeschafft hat. Maßgeblich ist hier immer der letzte entgeltliche Erwerb der Immobilie.

Letzte entgeltliche Anschaffung entscheidend

Wurde das Objekt durch Erbschaft oder Schenkung erworben, ist die letzte entgeltliche Anschaffung des Vorbesitzers maßgeblich. Musste der nunmehrige Verkäufer in den letzten drei Jahren vor der Veräußerung für die Immobilie Grunderwerbsteuer zahlen, kann dieser Betrag von der ImmoESt abgezogen werden.

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