KONSUMENT.AT - Immobilienverkauf - Besteuerung von Altfällen

Immobilienverkauf

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KONSUMENT 8/2013 veröffentlicht: 25.07.2013

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Besteuerung von "Altfällen"

Ist der letzte entgeltliche Erwerb der Immo­bilie vor dem 1. April 2002 erfolgt, wird die Bemessungsgrundlage pauschal ermittelt. Es kann sich hier auch um Immobilien handeln, bei ­denen der letzte entgeltliche Erwerb viele Jahrzehnte zurückliegt und wo gar keine ­Unterlagen mehr zu den damaligen Anschaf­fungs­­kosten vorliegen.

3,5 % vom Verkaufserlös

Vom Veräußerungs­erlös ­werden im Regelfall 86 % als fiktive ­Anschaffungskosten in Abzug gebracht. Die Differenz (14 % des Erlöses) stellt nun die Bemessungsgrundlage dar, die mit 25 % zu versteuern ist. Im Ergebnis beträgt die ImmoESt in diesen Fällen also 3,5 % vom Verkaufserlös.

Umwidmung: höhere Kosten möglich

Handelt es sich bei der Immobilie jedoch um ein Grundstück, das nach dem 31. Dezem­ber 1987 von Grünland in Bauland umgewidmet wurde, und lag der letzte entgeltliche Erwerb vor der Umwidmung, werden bloß 40 % als fiktive Anschaffungskosten vom Veräußerungserlös in Abzug gebracht. Die Bemessungsgrundlage beträgt in solchen Fällen ­daher 60 % des Erlöses. Von diesem Betrag sind nun 25 % zu versteuern, was im Ergebnis eine ImmoESt von 15 % des Verkaufserlöses bedeutet.

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