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Investmentfonds

Die Mischung macht's

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Konsument 7/2004 veröffentlicht: 16.06.2004

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Welche Fonds gibt es?

Anleihen- oder Rentenfonds: Sie enthalten festverzinsliche Anleihen. Relativ sichere Anlageform. Hinterfragen Sie aber die Bonität des Schuldners und eventuelle Wechselkursrisiken. Die Ertragschancen des Fonds ergeben sich aus den Zinsen sowie dem Kurswert der enthaltenen Anleihen. Die Spesen sollten wegen des geringeren Managementaufwandes eher niedrig sein.

Geldmarktfonds: Investieren in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit, Tag- und Festgelder. Geldmarktfonds bieten Ertragschancen, die zwar relativ niedrig sind, aber etwa auf Sparbuchniveau oder etwas darüber liegen sowie hohe Sicherheit. Sie lassen sich rasch verkaufen und sind vor allem als Investition für kurze Zeitspannen geeignet. Daher besonders auf niedrige Spesen achten.

Aktienfonds : Sie investieren in Aktien. Häufig auf ein bestimmtes Marktsegment spezialisiert, entweder auf Regionen (z.B. Osteuropa, Asien oder „emerging markets“) oder als Branchenfonds etwa auf Technologie, Biotech oder Pharma. Je nach Auswahl risikoreich bis sehr risikoreich.

Möchten Sie verschiedene allgemein gestreute Fonds, beachten Sie auch die einzelnen Posten: Viele Fonds setzen auf dieselben „sicheren“ Unternehmen, die Aufteilung Ihres Geldes auf verschiedene gleichartige Fonds bringt Ihnen dadurch oft keine weitere Risikostreuung. Die Ertragschancen von Aktienfonds ergeben sich aus Wertsteigerungen der Aktien sowie allfälligen Dividenden. - Nie das gesamte Kapital in Aktienfonds investieren!

Indexfonds: Aktienfonds, der jene Aktien enthält, die Grundlage eines Börsenindex sind, wie etwa der deutsche DAX, der amerikanische Dow-Jones oder der japanische Nikkei-Index. Für diese Fonds spricht, dass aufgrund des relativ einfachen Managements geringe Spesen anfallen und dass Untersuchungen zufolge über einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahren nur 10 Prozent aller aktiv gemanagten Fonds es schaffen, besser als die allgemeine Börsenentwicklung abzuschneiden. Nachteil ist, dass sie durch die – allerdings geringen – Spesen immer einen kleinen Schritt hinter der Börsenentwicklung liegen.

Gemischte Fonds: Enthalten sowohl Anleihen als auch Aktien, je nach Fonds in unterschiedlicher Gewichtung. So soll eine größere Sicherheit als bei reinen Aktienfonds erzielt werden.

Dachfonds: Investieren ihrerseits in Fonds. Werden vor allem mit dem Argument der besonders großen Risikostreuung angepriesen. Durch die mehrstufige Verwaltung fallen aber auch besonders viele Spesen an. Wer sich trotzdem dafür interessiert, sollte unbedingt die Streuung hinterfragen!

Hedgefonds: Setzen nicht direkt auf den Wertzuwachs an den Börsen, sondern versuchen mit verschiedenen, zum Teil sehr unterschiedlichen und komplizierten Instrumenten (zum Beispiel Optionen und Futures) unabhängig von der Börsenentwicklung zu bleiben. Hedgefonds locken mit überdurchschnittlichen Renditen. Dem gegenüber stehen hohes Risiko (insbesondere wenn der Fonds mit viel Fremdkapital, also Schulden, arbeitet) sowie intransparentes Portfolio und hohe Kosten.

Immobilienfonds: Der Fonds investiert direkt in Immobilien. Die Ertragschancen ergeben sich aus Mieteinnahmen und der Wertsteigerung der Objekte. Größere Reparaturen und Leerstände, Rechts- und Beratungskosten sowie Maklerhonorare können die Einnahmen schmälern (siehe dazu: Weitere Artikel - "Immobilienfonds 2/2004"). Achtung bei geschlossenen Immobilienfonds und ihren meist langen Laufzeiten: Vor Ablauf kann man sie nicht oder nur mit großen Verlusten loswerden.

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