Kfz-Haftpflichtversicherungen

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Konsument 3/2008 veröffentlicht: 25.02.2008

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Kaskoversicherung: Schutz fürs eigene Gefährt

Die Kfz-Kaskoversicherung ist zwar, anders als die Haftpflicht, nicht gesetzlich vorgeschrieben, für viele Autobesitzer aber trotzdem eine Überlegung wert, etwa nach der Anschaffung eines Neuwagens (vor allem bei hochpreisigen Modellen). Denn die Kfz-Haftpflicht zahlt nur für Beulen und Schrammen, die Sie bei einem Unfall an einem anderen Auto verursacht haben.

Die Kaskoversicherung hingegen zahlt bei Verlust oder Beschädigungen des eigenen Fahrzeugs, also etwa auch dann, wenn Ihr Auto von „Unbekannt“ eingedellt wurde. Diese Absicherung des fahrbaren Untersatzes kostet allerdings und nicht zu knapp.

Selbstbehalte: Um die Versicherten trotzdem bei der Stange zu halten, hat sich ein umfangreiches System an Selbstbehalten entwickelt. Das heißt, kleinere Schäden werden aus eigener Kasse bezahlt, größere Reparaturen oder gar ein Totalcrash mit einschneidenden Auswirkungen auf die eigenen Finanzen werden vom Kaskoversicherer übernommen. Das reduziert die Prämie und bietet doch einen gewissen Schutz vor existenziell bedrohlichen Verlusten. Die Selbstbehalte betragen im Schnitt 200 bis 500 Euro pro Schadensfall, können aber je nach Vereinbarung auch darunter oder darüber liegen.

Am ehesten empfehlen sich Selbstbehalte bei Unfall, Vandalismus und Parkschäden, am wenigsten bei Elementarkaskorisiken (Brand, Blitzschlag, Lawinen, Hochwasser, Diebstahl und Kollision mit Tieren). Klar ist: je höher der Selbstbehalt, desto niedriger die Prämie.

Prämienhöhe: Wie hoch die Prämie ausfällt, hängt auch vom Fahrzeugwert und den gewählten Bausteinen ab. Da Vergleiche aufgrund der unterschiedlich zusammengesetzten Kaskovarianten fast nicht möglich sind, haben wir mithilfe des Versicherungsmaklers Top- Versichert drei Modellvarianten errechnet. Selbst wenn man nur die zehn besten Angebote zum Vergleich heranzieht, zeigt sich klar, dass bei gleichen Ausgangsbedingungen enorme Prämienunterschiede existieren. Insbesondere bei höherer Bonus-Malus-Einstufung (in unserem Beispiel Stufe 09) lag das teuerste Angebot um ca. 1. 400 Euro über dem günstigsten Offert. Da es sich hier ohnedies schon um die Top Ten, also die besten zehn Angebote handelt, kann davon ausgegangen werden, dass die Bandbreite bei einem Vergleich des Gesamtmarkts noch größer wäre.

Um angesichts der unterschiedlichen Bausteine, der Selbstbehaltsvarianten, Ausnahmen, Ausschlüsse und Klauseln den Durchblick zu bewahren und ein für den eigenen Bedarf einigermaßen sinnvolles Paket zusammenstellen zu können, empfiehlt sich dringend die Unterstützung eines Versicherungsmaklers.

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