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Kfz-Versicherungen

Das Geld liegt auf der Straße

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KONSUMENT 9/2011 veröffentlicht: 19.08.2011

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Regelmäßig nachhaken

Oft muss gar nicht der Versicherer gewechselt werden, um zu einer optimierten Polizze zu kommen (siehe Inhaltsverzeichnis „Sparen ohne Wechsel“). Eine Möglichkeit ist auch, beim Versicherer anzuklopfen und ihm nach Vorlage eines günstigeren oder besseren Angebots, das per Online-Vergleich eingeholt wurde, einen Prämiennachlass zu entlocken.

Ein anderer Weg führt über unabhängige Versicherungsmakler, die als „Großkunden“ für gleiche Ausgangsbedingungen deutlich bessere Konditionen erzielen können. Bei unserem Polizzencheck konnten einige günstige Versicherungsprodukte gefunden und außerdem Versicherungssummen und Deckungsumfang verbessert werden. Klar ist: Je größer das Auto, je mehr Kasko und je öfter pro Jahr die Prämienzahlung, desto größer ist das Einsparungspotenzial.

Eigenbedarf festlegen

Wer einen Wechsel in Erwägung zieht, muss zuerst wissen, was er will und was er braucht. Vor allem das eigene Nutzungs- und Fahrverhalten spielt eine Rolle. Zum Beispiel kann eine Kaskoversicherung etwas günstiger sein als eine andere, dafür aber einen generellen Selbstbehalt vorsehen. Das ist kein Problem, wenn man ein sehr vorsichtiger Fahrer und Einparker ist und das Auto viel in der Garage steht. Sammelt man aber im Laufe eines Jahres erfahrungsgemäß so manche Kratzer und Dellen, ist der Vorteil der niedrigeren Prämie schnell aufgehoben, denn der Selbstbehalt fällt bei jedem Schaden an.

Auch richtige Dumpingprämien machen nur auf den ersten Blick Freude. Oft steckt irgendwo ein Haken, der im Schadensfall für eine böse Überraschung sorgt; etwa weil der Vertrag ungewöhnliche Ausschlussklauseln enthält, die Prämie durch eine zu niedrig angesetzte Versicherungssumme „geschönt“ wird oder der Versicherer im Schadensfall beinhart agiert und mit null Kulanz zu rechnen ist. Neben der Prämienhöhe lohnt sich also immer auch der Blick auf die restlichen Konditionen und das Kleingedruckte.

Rabatte ohne Bindung

Manche Assekuranzen locken immer wieder mit Aktionsangeboten, um neue Kunden zu finden. Andere Versicherer verlangen oft hohe Tarifprämien, kommen aber durch Rabatte in die Nähe von Billiganbietern. Erfahrene Versicherungs­makler sollten den Markt ausreichend kennen, um hier Auskunft geben zu können.

Rabatte sind aber auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Am besten sind Nachlässe ohne zusätzliche Voraussetzungen, etwa Sonder-, Vorzugs-, Treue- oder Stammkundenrabatte. Wenn Sie sich auf einen Fahrerrabatt nur für die/den Versicherte/n und die Familienangehörigen einlassen, sollten auch wirklich nur die jeweiligen Personen mit dem Auto fahren, sonst droht im Schadensfall eine Rabatt-Nachzahlung.

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Kommentare

  • Sparen bei Kfz-Versicherungen
    von Hans104 am 26.08.2011 um 13:06

    Es ist zu begrüßen, wenn auf die erheblichen Prämienunterschiede hingewiesen wird. Allerdings frage ich mich, wie ein Sprecher des VKI im Radio Arabella am 26.08. zu dem Schluß kommt, dass alleine bei der Umstellung von monatlicher auf jährliche Zahlungsweise 16 bis 27 % an Prämie einzusparen wären? Der Zuschlag für die Motorsteuer beträgt bekanntlich nur 10 % und bei den Prämien verlangt diesen praktisch kaum mehr eine Versicherung, wenn per Bankeinzug bezahlt wird.
    Hans Lungenschmid - Unabhängiges Versicherungsmaklerbüro