KONSUMENT.AT - Klagen gegen MPC und Lyoness - Gruppenklage sammelt Geschädigte

Klagen gegen MPC und Lyoness

Ins Ausland gezwungen

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KONSUMENT 6/2015 veröffentlicht: 25.05.2015

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Unsere Rechtsabteilung beschreitet deshalb neue Wege, indem sie sich die Rechtssysteme anderer Länder zunutze macht. Lyoness ist weltweit tätig und unterhält eine Filiale in den Niederlanden. Dort besteht die Möglichkeit eines sogenannten Gruppenvergleichs im "Opt-out-System“.

Gruppenklage sammelt Geschädigte

Hinter der neudeutschen Formulierung verbirgt sich nichts anderes als eine Gruppenklage, in der alle Geschädigten automatisch vertreten sind. Wer seine Ansprüche individuell geltend machen möchte, der muss sich aktiv aus dem Verfahren abmelden (Opt-out). Für alle, die das nicht tun, wird ein Vergleich mit der beklagten Firma geschlossen.

Schaden kalkulierbar

Die Firma zahlt dann in eine Stiftung ein, bei der Geschädigte ihre Ansprüche anmelden können. Dies hat, wie Peter Kolba erläutert, nicht nur für die Konsumenten ­Vorteile, sondern durchaus auch für die ­betroffene Firma: "Die Kunden kommen zu ihrem Geld, für das Unternehmen wird der Schaden kalkulierbar, da es nicht mit weiteren Ersatzansprüchen rechnen muss.“

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