KONSUMENT.AT - Konto und Bank wechseln - Gebühren als Umstiegsgrund

Konto und Bank wechseln

Ruck, zuck erledigt

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KONSUMENT 10/2011 veröffentlicht: 22.09.2011

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Der Weg zum passenden Paket

Wenn schon übers Internet wenig zu erfahren ist, dann wenigstens vor Ort, in den Zweigstellen – glaubten wir. Doch das funktioniert aus unserer Sicht ebenfalls noch nicht zufriedenstellend. Auch wenn die Beratungsqualität bei dieser Erhebung nicht im Vordergrund stand, fielen unseren Testpersonen, die ano­nym in den Filialen vorsprachen, doch erhebliche Unterschiede auf.

Schlecht ist zum Beispiel, dass viele Bankberater so gut wie keine Bedarfserhebung durchführen. Die verschiedenen Kontopakete werden eher oberflächlich gestreift, das „rich­tige“ Paket wird dann meist vom Berater selbst ausgewählt. Das ist auch gar nicht anders möglich, denn der Kunde kann mangels Detailinfos zu den einzelnen Kontopaketen gar nicht wissen, was für ihn mehr oder weniger geeignet wäre. Daher sollte sich jeder Wechselwillige schon im Vorfeld Gedanken zur eigenen Kontonutzung machen, um wirklich das für ihn passende Paket zu finden. So macht es für jemanden, der öfter im Minus ist, wenig Sinn, ein Gratiskonto einzurichten, das einen fixen Guthabenstand voraussetzt. Und ein anderer, der im Monat auf nur wenige Buchungszeilen kommt, braucht kein großes All-Inclusive- Paket, das sich eigentlich an Kontonutzer richtet, die viele Aus- und Eingänge pro Monat haben ­(siehe "Zielführend umsteigen“).

Bessere Unterlagen zum Wechsel

Erfreulich in diesem Zusammenhang ist aber, dass es diesmal mehr und bessere Unterlagen rund um den Wechsel gab. Während damit bei der vorigen Erhebung noch ziemlich gegeizt wurde, hat man uns diesmal deutlich häufiger alles Notwendige wie Kontoeröffnungs- und Karten-Anträge, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Kundenrichtlinien, Preisblätter, Limitvereinbarungen und Ähnliches ausgehändigt. Auch wenn es noch immer Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt, ist das vor allem bei schlechten Websites und wenig Beratung doch eine Möglichkeit, sich selbst ein Urteil zu bilden.

Gebühren als Umstiegsgrund

Der häufigste Grund, um der Bank Ade zu sagen, sind übrigens als zu hoch empfundene Kontogebühren. Manche Kontobesitzer entschließen sich daher auch zum Wechsel, wenn die Bank mit einem Schreiben ankündigt, dass das bisherige Kontopaket umgestellt, geändert oder verteuert wird, etwa indem die Zahl der Gratis-Buchungen reduziert wird. Oder wenn plötzlich neue Gebühren eingeführt werden sollen, wie etwa Kosten für Bankomat-Behebungen, die ja bislang nicht nur in Österreich, sondern im gesamten Euro-Raum für Besitzer einer österreichischen Bankomatkarte gratis waren (mit Ausnahme von Versuchsballons einzelner Raiff-eisenbanken). Dann heißt es genau lesen, auch wenn die Kernaussage dahin geht, dass alles besser wird.

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