KONSUMENT.AT - Kontoüberziehung - Limit überschreiten: bis 18% Zinsen

Kontoüberziehung

Die größten Banken sind am gierigsten

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Konsument 12/2010 veröffentlicht: 09.11.2010

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Falle Limitüberschreitung

Mit dem Zinssatz für die Kontoüberziehung wird auch bekannt gegeben, bis zu welcher Überziehungshöhe er gilt. Dieses Limit wird von der Bank festgesetzt und richtet sich nach Bonität sowie Höhe und Regelmäßigkeit der Eingänge. Was vielen Konsumenten nicht bewusst ist: Das Konto kann man auch über das Limit hinaus überziehen! Dann wird’s richtig teuer. Zu den ohnehin schon happigen 6 bis 13 Prozent kommen weitere 4,5 Prozentpunkte dazu, in einzelnen Fällen zahlt man insgesamt 18 Prozent.

Keine gesetzlichen Limits

Ein Überschreiten des Limits ist also unbedingt zu vermeiden; notfalls durch einen Kredit, der in Raten zurückgezahlt wird. Weil den hohen Überziehungszinsen keine Kosten gegenüberstehen, drängt sich der Verdacht auf, dass die Banken sich hier jene Finanzspritze holen, die sie nach der Finanzkrise offenbar dringend benötigen. Ein problemloser Ausweg, weil in diesem Bereich keine gesetzlichen Limits existieren. Auch in Deutschland sind die Überziehungszinsen "unverschämt hoch", wie unsere Kollegen von der Stiftung Warentest konstatierten. Aber anders als in Österreich sind es dort kleine Banken, die happige Überziehungszinsen verlangen.

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