KONSUMENT.AT - Kreditverträge - Fälligkeit der Zinsen angeben

Kreditverträge

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KONSUMENT 5/2012 veröffentlicht: 19.04.2012

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Angegeben sein muss weiters die Vorgangsweise für die Zinssatzänderung. Nor­malerweise werden die Zinsen alle drei oder sechs Monate angepasst. Die Änderung erfolgt entweder auf Basis der durchschnitt­lichen Entwicklung des Indikators oder auf Basis des Indikatorwertes zu einem be­stimmten Stichtag. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bei steigenden Zinsen kann die Durchschnitt-Methode für den ­Kreditnehmer günstiger sein, bei fallenden Zinsen der Stichtag.

Kontokorrentmäßige Berechnung ist üblich

Die Fälligkeit der Zinsen ist ebenfalls an­zugeben. Üblich ist die kontokorrentmäßige Berechnung. Hier werden Tilgungen, aber auch Sollzinsen unmittelbar berücksichtigt.

Dafür, dass Ihnen die Bank Geld leiht, verlangt sie nicht nur Zinsen, sondern auch eine Bearbeitungsgebühr (auch: Bearbeitungs­provision) in Höhe von 1 bis 4 Prozent der Kreditsumme sowie eine Kontoführungs­gebühr für das Kreditkonto. Auch die Gebühr dafür, dass die Bank „im Grundbuch steht“ zahlt der Kreditnehmer.

Entwicklung nicht vorhersehbar

Ein Kreditangebot muss laut Verbraucher­kreditgesetz neben dem Zinsatz (effektiver Jahreszinssatz) auch die Summe aller Rückzahlungen sowie einen Tilgungsplan enthalten. Derzeit liegt das Zinsniveau sehr niedrig. Daher kann eine solche Modellrechnung in die Irre führen. Wenn die Zinsen steigen, steigt auch die Gesamtbelastung und damit die Ratenhöhe und/oder die Laufzeit. Daher sollte man die gesamte Rück­zahlungssumme und den Tilgungsplan un­bedingt auch mit höheren Zinssätzen durchrechnen lassen, um zu sehen, wie sich Zins­erhöhungen zu verschiedenen künftigen Zeitpunkten auf Ratenhöhe oder Laufzeit auswirken.

Erst dann lässt sich beurteilen, ob der Kredit "leistbar" ist. Dass man (eventuell mit unserem Online-Haushaltsrechner) berechnet, ob ­Einkommen und laufende Kosten überhaupt eine Rückzahlung ermöglichen, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Nicht zu viele Angebote einholen!

Allzu viele Kreditangebote sollte man nicht einholen. Manches detaillierte Offert, das man sich von einem Geldinstitut vorlegen lässt, wird in der Bonitätsdatenbank des Kreditschutzverbandes registriert. Das Einholen vieler Offerte kann also die Kreditwürdigkeit beeinflussen. 

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