KONSUMENT.AT - Kreditwürdigkeit - Kreditwürdigkeit

Kreditwürdigkeit

Schwarze Listen

Seite 4 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

Inhalt

Der Kunde muss vorher zustimmen

Die Warenkreditevidenz bewegt sich im Spannungsfeld zweier konträrer Interessen: Da ist auf der einen Seite das Recht des Einzelnen auf Schutz der Privatsphäre, auf der anderen Seite das Recht des Unternehmens auf Gläubigerschutz. Das Datenschutzgesetz bemüht sich nun insofern um einen Ausgleich, als es unter anderem vorschreibt, dass die Warenkreditevidenz keine so genannten sensiblen Daten (wie beispielsweise Religionszugehörigkeit), sondern nur kreditrelevante Daten des Kunden erfassen darf und dass der Kunde seine Zustimmung zur Weitergabe seiner Daten geben muss. Das tut er in der Regel, wenn er seine Unterschrift unter den Kaufvertrag setzt. Ein entsprechender Passus findet sich gewöhnlich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sprich: im klein Gedruckten. Gerade das heißt aber, dass der Kunde oft gar nicht weiß, dass er in einer zentralen Evidenzstelle erfasst wird.

Wir meinen, diese Erklärung gehört deutlich hervorgehoben und um die Angabe von Name und Adresse der zentralen Evidenzstelle ergänzt. Nämlich: Kreditschutzverband von 1870, Zelinkagasse 10, 1010 Wien, Tel: (01) 534 84-400. Eine wichtige Voraussetzung, damit der Kunde überhaupt seine weiteren Rechte wahrnehmen kann, und die sind vor allem: Recht auf Selbstauskunft (§ 26 Datenschutzgesetz) und Recht auf Richtigstellung (§ 27 Datenschutzgesetz).

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen