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Lebensgemeinschaften

Heiraten oder schenken

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Konsument 4/2000 veröffentlicht: 01.04.2000

Inhalt

Was mit der Wohnung passiert

Bei einer Mietwohnung wird durch den Tod des Mieters der Hauptmietvertrag nicht aufgelöst. Lebensgefährten zählen zu den eintrittsberechtigten Personen, die einen Anspruch darauf haben, in der Wohnung des Verstorbenen weiter zu leben, unabhängig davon, ob dieser einen schriftlichen Mietvertrag hatte oder nicht. Letzteres ist sogar günstiger. Denn ist kein schriftlicher Mietvertrag da, wird ein mündlicher angenommen, und dieser ist grundsätzlich unbefristet. Bedingung ist jedoch, dass der Lebensgefährte mindestens drei Jahre mit dem Erblasser bis zu dessen Tod in der Wohnung gelebt hat. Wenn eine eintrittsberechtigte Person nicht innerhalb von 14 Tagen nach dem Tod des Hauptmieters dem Vermieter bekannt gibt, dass sie das Mietverhältnis nicht fortsetzen will, ist der Eintritt perfekt und die „eintretende“ Person zum Hauptmieter geworden. Diese Regelung gilt auch bei Genossenschaftswohnungen und den Wiener Gemeindewohnungen.

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