Lebensversicherung

Hände weg

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Konsument 8/2010 veröffentlicht: 20.07.2010

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Lexikon: Was heißt das genau?

Risikoprämie: Jener Teil der Prämie, der für den Ablebensschutz aufgewendet werden muss. Errechnet sich nach den sogenannten Sterbetafeln, d.h. je höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherte innerhalb der Laufzeit stirbt, desto höher die Risikoprämie und desto weniger der vereinbarten Prämie wird auch tatsächlich veranlagt.

Sparanteil: Eingezahlte Prämie abzüglich Versicherungssteuer, Risikoprämie und Kosten. Im Regelfall liegt der Sparanteil zwischen 70 und 85 % der Bruttoprämie. Im Klartext: Zahlen Sie z.B. 100 Euro Prämie im Monat ein, werden davon nur 70 bis 85 Euro tatsächlich veranlagt, der Rest geht für Vertrieb, Verwaltung, Steuer und Risikoabsicherung drauf.

Garantiezins/(garantierter) Rechnungszins: Jener Zinssatz, mit dem der Sparanteil fix verzinst wird. Derzeit liegt der Rechnungszins bei höchstens 2,25 %, bei älteren Verträgen kann er bis zu 4 % betragen.

Gewinnbeteiligung: Der (nicht garantierte, sondern nur in Aussicht gestellte) Anteil des Kunden an den vom Versicherungsunternehmen erwirtschafteten Überschüssen. Dadurch soll sich die garantierte Ablaufleistung erhöhen.
Gesamtverzinsung: Setzt sich zusammen aus Garantiezins plus Gewinnbeteiligung. Wird (auch von Beratern!) oft mit der Verzinsung der Einzahlungen verwechselt. Verzinst wird allerdings nur der Sparanteil, also die Bruttoprämie abzüglich Versicherungssteuer, Risikoprämie und Kosten.

Gesamtverzinsung: Setzt sich zusammen aus Garantiezins plus Gewinnbeteiligung. Wird (auch von Beratern!) oft mit der Verzinsung der Einzahlungen verwechselt. Verzinst wird allerdings nur der Sparanteil,
also die Bruttoprämie abzüglich Versicherungssteuer, Risikoprämie und Kosten.

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Kommentare

  • Auskunftsverweigerung der Versicherer
    von REDAKTION am 10.09.2010 um 12:42
    Unserer Meinung nach haben Sie das Recht auf Auskunft. Wir raten, Ihre Fragen nochmals per Post (am besten eingeschrieben) zu stellen. Bei E-Mails ist es nie sicher, ob sie auch tatsächlich an die richtige Stelle gelangen. Kundenfreundliche Versicherer sollten aber auch E-Mails umgehend beantworten! Ihr KONSUMENT-Team
  • Auskunftsverweigerung meiner Versicherer
    von karlinger am 09.09.2010 um 21:18
    Ich muss die Einschätzung von User spock und der Redaktion zur Auskunftsfreudigkeit der Versicherer zu Fragen nach den Kosten leider bestätigen. Ich habe Lebensversicherungsverträge bei drei Versicherern, und habe nach dem interessanten Bericht in KONSUMENT eine Anfrage über die angefallenen Einmalkosten bzw. die laufend anfallenden Kosten jeweils per E-Mail an die Versicherer gerichtet. - Vom Versicherer Finance Life habe ich (als einzigem) rasch und fundiert die gewünschten Auskünfte erhalten. In der Sache waren sie wie erwartet frustrierend. - Vom Versicherer Uniqa habe ich nach 7 Kalendertagen eine E-Mailbestätigung darüber bekommen, dass meine Anfrage an den zuständigen Makler weitergeleitet wurde (was ich an sich schon für eine Zumutung halte, weil mein Vertragspartner die Versicherung ist und nicht der Makler). Seither (wir halten heute bei Tag 17) habe ich weder von Uniqa noch vom Makler irgendetwas gehört. - Vom Versicherer Standard Life habe ich eine automatische Eingangsbestätigung am Tag meiner Anfrage erhalten. Seither (ebenfalls heute Tag 17) habe ich nicht mehr von Standard Life gehört. Habe ich ein (theoretisch) einklagbares Recht auf Erteilung dieser Kostenauskünfte?
  • Fondsgebundene Lebensvesicherung
    von REDAKTION am 26.08.2010 um 10:34
    Ein Berater haftet für seine Beratung: Das Problem dabei ist allerdings, dass Sie die Falschberatung beweisen müssen (durch Aufzeichnungen, Zeugenaussagen usw.) Nur dann haben Sie bei einer Schadenersatzklage Aussicht, Ihre Ansprüche durchzusetzen. Sie haben das Recht, vom Versicherer über die Kosten informiert zu werden. Wir raten, dies schriftlich (am besten eingeschrieben) zu fordern. Nach unseren Erfahrungen muss man hier leider lästig sein... Ihr KONSUMENT-Team
  • Kostenfrechheit Fondsgebundene LV
    von spock am 25.08.2010 um 21:21
    Leider habe ich vor 8 Jahren eine FLV abgeschlossen. Mein Berater hat nichts von Kosten erwähnt, sondern nur Anteile, die für die Lebensversicherung verwendet werden (was ja klar ist). Heute fehlt die Hälte aller meiner Prämien!! Wie stehen die Aussichten, rechtlich gegen den Berater vorzugehen?? Zweitens frage ich mich, wie man gegen den Versicherer vorgehen kann, der mir hartnäckig jegliche Auskunft über Kosten verweigert? Drittens empfehle ich jedem, der in so einem Vertrag steckt einen Ausstieg zu überlegen!! Den Betrag, den ich jetzt beim Ausstieg verliere (Vertragsvermögen-Rückkaufwert), habe ich in 3-4 Jahren durch die gesparten Kosten wieder herinnen. Ansonsten würde ich mich weitere 20 Jahre am Gewinn des Versicherers beteiligen (trifft das Wort Gewinnbeteiligung besser).
  • Abschreibung
    von allerhand am 24.08.2010 um 09:12
    Habe vor 8 Jahren eine Lebensversicherung ausbezahlt bekommen, die eine Laufzeit von 15 Jahren hatte. Mit ein Grund für den Abschluß damals, waren auch die steuerlichen Vorteile. Vor 23 Jahren konnte ich noch einen wesentlich höheren Teil der Prämie beim Finanzamt abschreiben als am Ende der Laufzeit. Dadurch war auch der effektive Gewinn letztlich sehr klein. Dies wäre vielleicht auch einen Absatz in diesem Bericht wert gewesen.
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