KONSUMENT.AT - Lebensversicherung: Er- und Ableben - Was tun?

Lebensversicherung: Er- und Ableben

System auf der Kippe

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KONSUMENT 6/2013 veröffentlicht: 29.05.2013, aktualisiert: 25.07.2013

Inhalt

Was tun?

Keine Neuabschlüsse

  • Reine Ablebensversicherung wählen, wenn Sie einen Versicherungsschutz für Ihre Angehörigen oder wegen eines Kredits brauchen. Das kommt weitaus günstiger.
  • Lebenslange Rente kann man sich auch durch reine Kapitalansparprodukte sichern, wenn sie später in eine Rentenversicherung eingezahlt werden. Ob die privaten Rentenversicherungen ihre Bezieher sehr viel glücklicher machen werden als die staat­liche Pension, sei derzeit ebenfalls offen­gelassen. Bevorzugen Sie, wenn Sie auf ­diese Schiene setzen wollen, eine „richtige“ Rentenversicherung vor einer klassischen Er- und Ablebensversicherung, bei der die Rente erst bei Rentenbeginn kalkuliert wird.
  • Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (PZV) hat sich in der bestehenden Form als Flop erwiesen und wird derzeit von den Anbietern umstrukturiert.

Kein Tausch

  • Geldvernichtung: Wenn Ihnen ein Berater nahelegt, eine schlechte Polizze zu kün­digen und durch eine profitablere neue zu ersetzen, hat er in erster Linie die für ihn neu anfallenden Provisionen im Auge.

Bestehende Verträge

  • Nicht kopflos kündigen, meist steigen Sie dadurch mit noch höheren Verlusten aus.
  • Rückkaufswert Ihrer Versicherung fest­stellen lassen. Stellen Sie diesem die bisher geleisteten Einzahlungen gegenüber. Wenn der Verlust im Rahmen bleibt oder ein gewisser Gewinn herausschaut, können Sie sich einen Ausstieg überlegen – vor allem, wenn Sie das Geld aktuell brauchen oder eine rentablere Anlagemöglichkeit sehen.
  • Prämien freistellen oder Vertrag stilllegen und das Kapital anderweitig anlegen. Ob das sinnvoll ist, sollten Sie mit einem unabhängigen Berater (nicht Verkäufer) klären, der Restlaufzeit, Alter Lebens­situation, Ziele usw. mit berücksichtigt.
  • Änderungsvorschläge und Verlängerungsangebote durch den Versicherer bergen die Gefahr, die bisherigen besseren Garantiezinsen zu verlieren.
  • Downsizen“, wo geht: Nicht benötigte Zusätze (Unfalltod, ...) und Indexklauseln streichen lassen – vor allem, wenn Ihnen die Prämien ohnedies schon zu hoch sind; die Versicherungssummen steigen oft nicht im selben Ausmaß wie die Prämien! Außerdem Prämien unbedingt jährlich statt unterjährig zahlen.

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